Ohnmächtige Polizei. Schwere Zusammenstöße bei den Protesten am Halloween-Tag neuerlich in Paris, wo gewaltbereite Demonstranten auf Polizisten losgingen, einige verletzten. Ein Polizist geriet sogar in Brand. Auch in Deutschland wurden von Demonstranten Barrikaden in Brand gesetzt. Bei nicht mit Spanplatten verbarrikadierten Geschäften wurden Scheiben eingeschlagen und die Läden geplündert. In Frankreich verhaftete die Polizei Hunderte Übeltäter, auch aus Deutschland werden viele Verhaftungen gemeldet. Auch in Zürich eskalierte eine Demo, mitten in der Stadt zündeten Demonstrierende aus dem linksextremen Umfeld Barrikaden an, die Polizei reagierte mit Wasserwerfern und Tränengas. Doch sie bleibt - egal ob in Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien oder der Schweiz - angesichts dieser Ausbrüche roher Gewalt ohnmächtig, wie es scheint.
Wenn es bei uns kracht. Die Krawalle in Europa beschäftigen auch die „Krone“-Leserbriefschreiber und die Poster auf krone.at. „Es ist unfassbar, mit welcher kriminellen Energie bei den jüngsten Ausschreitungen in Europa vorgegangen wird. Man gewinnt den Eindruck, dass die Polizei nicht mehr Herr der Lage ist und der Rechtsstaat an Autorität verliert“, meint etwa Leserbriefschreiber Ernst Pitlik aus Wien und fordert „endlich konsequentes Durchgreifen statt Wegsehen“. Friedrich Travnicek aus Wien schreibt: „Tiefer geht es nicht mehr, wenn Geschäftsleute ihre Läden wegen befürchteter Plünderungen verbarrikadieren müssen. Und das in einer so beliebten Stadt wie Wien.“ Wobei in Österreich schwere Ausschreitungen zum Glück ausblieben. Ob das immer so sein wird? Leserbriefschreiber Robert Kindl meint: „Man kann nur hoffen, dass Österreich von Randalen durch Linksextremisten und Migranten verschont bleibt.“ Warum das – zumindest bisher - so ist, beschreibt heute in der „Krone“ Claus Pándi in seinem Kommentar: Österreich habe keine Tradition des Aufstands wie die Franzosen seit ihrer Revolution 1789 und wir hätten auch keine Kultur des Steinewerfens wie in Deutschland. Zudem sei es Österreich gelungen, „ein teures, aber stabiles Sozialnetz zu knüpfen, ein bei allen Schwächen funktionierendes Schulsystem zu erhalten“. Doch Vorsicht, warnt Pándi, sei angesagt, „bevor da einige mit der Abrissbirne anrücken“. Dann könnte es wohl auch bei uns krachen.
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