Dramatische Szenen haben sich im niederösterreichischen Amstetten abgespielt. Ein 45-Jähriger soll seine Ex-Partnerin angegriffen, getreten und verprügelt haben. Damit nicht genug kam auch eine Langwaffe ins Spiel. Beim Gerangel um diese löste sich plötzlich ein Schuss.
Zum Angriff auf die 40-Jährige in der Amstettner Wohnung kam es bereits am vergangenen Wochenende, die Polizei gab den Vorfall jedoch erst am Freitag bekannt. Das ehemalige Paar war in der Nacht auf Samstag in Streit geraten – dabei wurde der 45-Jährige zunächst offenbar handgreiflich.
Videoaufnahme verlangt, mit Waffe bedroht
In der Folge soll der Verdächtige die Frau mit der vorgehaltenen Langwaffe zur Aufnahme eines entlastenden Videos genötigt haben. Außerdem soll er die 40-Jährige mit dem Umbringen bedroht haben, falls sie eine Anzeige erstatten würde.
Schuss löste sich
Die Frau versuchte jedoch, ihrem Ex-Freund die Waffe zu entreißen, es kam zum Gerangel, dabei löste sich ein Schuss – das Projektil ging in die Zimmerdecke. Trotz der Drohung zeigte die 40-Jährige am Sonntag ihren „Ex“ an, gegen 19 Uhr rückten schließlich die Kräfte des Einsatzkommandos Cobra aus und nahmen den 45-Jährigen an dessen Wohnadresse fest.
In Österreich finden Frauen, die Gewalt erleben, u. a. hier Hilfe und Informationen:
Bei der Hausdurchsuchung wurden die Langwaffe und eine registrierte Schusswaffe der Kategorie B – eine Pistole – sowie dazugehörige Munition und geringe Mengen an Cannabiskraut entdeckt und sichergestellt. Über den 45-Jährigen wurden ein Betretungs- und Annäherungsverbot sowie ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen.
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