01.03.2006 07:28 |

Terror-Säuberung

Anti-Terror-Operation vor Bush-Besuch

Bei einer Anti-Terror-Offensive vor dem Besuch von US-Präsident Geroge W. Bush sind in Pakistan mindestens 30 mutmaßliche Terroristen getötet worden. Die Operation habe am frühen Mittwochmorgen in Nord-Wasiristan an der Grenze zu Afghanistan begonnen, berichtete der private Fernsehsender Geo TV unter Berufung auf die Regionalverwaltung. Ob die Anti-Terror-Operation mit dem Besuch Bushs am Samstag zusammenhängt, wurde nicht bestätigt.

Geo TV berichtete weiter, Ziel der Anti-Terror-Operation im halbautonomen Stammesgebiet sei ein Ausbildungslager mutmaßlicher Terroristen gewesen, das zerstört worden sei. Auch ein Waffenlager sei ausgehoben worden. Mehrere hundert Soldaten seien aus der Luft von Kampfhubschraubern unterstützt worden.

Ein politischer Vertreter der Region nahe der afghanischen Grenze sagte, der Angriff habe gezielt den "militanten Ausländern" im Lager in der Nähe des Dorfes Saidgai gegolten. Ein Armeesprecher erklärte, der Angriff sei auf Grund geheimdienstlicher Informationen erfolgt. Etwa eine Stunde nach dem Angriff seien immer noch Explosionen aus einem Munitionslager in dem Komplex zu hören gewesen.

Armeesprecher Shaukat Sultan bestätigte, der Angriff sei eine Anti-Terror-Operation gewesen. Er sagte, Soldaten hätten die betroffene Gegend umstellt, nannte aber keine weiteren Einzelheiten.

Pakistan ist einer der engsten Verbündeten der USA im internationalen Kampf gegen den Terrorismus. Viele Experten gehen davon aus, dass sich Al-Kaida-Chef Osama bin Laden im Grenzgebiet zwischen Pakistan und Afghanistan versteckt hält.

Foto: Symbolbild