Nach Terror in Paris

45% der Deutschen fürchten sich vor Anschlägen

Ausland
16.01.2015 05:57
Nach den islamistischen Anschlägen in Paris hat knapp jeder zweite Deutsche Angst vor Attentaten auch in seiner Heimat. Laut dem am Freitag veröffentlichten "Deutschlandtrend" für das ARD-"Morgenmagazin" befürchten 45 Prozent der Bundesbürger, dass es in nächster Zeit Terroranschläge in Deutschland geben könnte.

Eine knappe Mehrheit von 53 Prozent der Deutschen teilt diese Sorge nicht. Rund zwei Drittel der Befragten (67 Prozent) sind der Erhebung zufolge der Ansicht, dass mehr getan werden müsse, um mögliche Sicherheitslücken zu finden. Drei Viertel der Befragten glauben zudem nicht, dass der Aufwand für Sicherheitskontrollen und -überwachungen zu übertrieben ist.

Allerdings würden laut der Umfrage, für die von Montag bis Mittwoch 1.017 Deutsche befragt worden sind, nur drei von zehn Bürgern im Alltag verstärkt auf verdächtige Personen und Gegenstände achten.

Justizminister will schärfere Sicherheitsgesetze
Nach den blutigen Terroranschlägen von Paris haben neben Frankreich einige europäische Länder ihre Sicherheitsmaßnahmen verstärkt.

Deutschlands Justizminister Heiko Maas will noch im Jänner Pläne für schärfere Sicherheitsgesetze vorlegen. Damit sollen gewaltbereite Islamisten durch den Entzug des Personalausweises daran gehindert werden, in Kampfgebiete wie Syrien und den Irak auszureisen. Allein die Absicht, an Terrorcamps teilzunehmen, soll unter Strafe gestellt werden, ebenso die finanzielle Unterstützung von Terrorismus.

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