15.01.2015 10:33 |

Stinkt zum Himmel

Extremer Smog schnürt Pekingern die Luft ab

Der schlimmste Smog dieses Winters hat am Donnerstag den Pekingern die Luft abgeschnürt. Die Belastung mit dem besonders gefährlichen Feinstaub überstieg das Zwanzigfache des Grenzwerts der WHO.

Die Behörden warnten die etwa 20 Millionen Einwohner der chinesischen Hauptstadt vor "schwerer Luftverschmutzung". Kinder und alte Leute sollten nicht vor die Tür gehen. Wer unbedingt raus müsse, solle eine Atemschutzmaske tragen. Empfohlen wurde, die Fenster zu schließen und Luftfilter einzuschalten.

Der Index der US-Botschaft für die tückischen Feinpartikel, die ins Blut übergehen und Krebs auslösen können, erreichte "gefährliche" 546 Punkte. Selbst die meist niedriger liegenden offiziellen chinesischen Messungen zeigten 387 Punkte bei dem Feinstaub, der kleiner als 2,5 Mikrometer ist. Die WHO empfiehlt 25 als Grenzwert, was zum Beispiel in vielen westlichen Großstädten nur selten erreicht wird.

Extrem schlechte Sicht in Chinas Hauptstadt
Die Sichtweite in der chinesischen Hauptstadt lag bei wenigen hundert Metern. Trotz der Spitzenbelastungen gab es allerdings keinerlei Fahrverbote oder Fabrikschließungen. In den vergangenen Wochen waren schon häufig Werte von 200 bis 300 erreicht worden.

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