Anschlag
Anschlag auf heiliges Grab der Schiiten im Irak
Salman Pak, oder auch Salman al-Farisi genannt, konvertierte im 7. Jahrhundert zum Islam und diente dem Propheten Mohammed als Barbier. Der Angriff auf das Grab erfolgte zwei Tage nach dem Anschlag auf die Goldene Moschee in Samarra, ebenfalls ein Heiligtum der Schiiten.
Der Anschlag auf die Moschee verschärfte die Spannungen zwischen Schiiten und Sunniten im Irak. Die Regierung in Bagdad versuchte am Freitag mit einem Ausgehverbot und scharfen Sicherheitsmaßnahmen die Gefahr eines Bürgerkriegs einzudämmen. Bis Samstag hat die Regierung in Bagdad ein Fahrverbot für den Zentralirak verhängt.
"Die Bombenanschläge auf den Askari-Schrein in Samarra, die wahllosen Tötungen sowie die Anschläge auf Moscheen zielen klar darauf ab, den Wiederaufbauprozess im Irak zu untergraben", sagte Solana der "Bild am Sonntag". "Der Teufelskreis der Gewalt muss jetzt beendet werden. Der Irak darf nicht in einen Bürgerkrieg abgleiten."
Schwierigkeiten bei Regierungsbildung
Nach dem Anschlag rechnet US-Außenministerin Rice mit mehr Schwierigkeiten bei der Regierungsbildung. Diese Form der Gewalt sei offensichtlich ein Rückschlag, sagte Rice nach Angaben des State Departments am Freitag. Alles deute darauf hin, dass die Iraker eine Regierung der nationalen Einheit als einzig reale Rettung für ihr Land betrachteten.
Schiiten und Sunniten folgten am Freitag an mehreren Orten Einladungen zum gemeinsamen Gebet. Im Irak stellen die Schiiten die Mehrheit. Sie waren während des Regimes von Saddam Hussein - einem Sunniten - unterdrückt worden.
Foto: Symbolbild
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