Fr, 16. November 2018

Blutiger Vorfall

29.12.2014 17:44

45-Jährige trennt sich an Wasserrutsche Finger ab

Blutiges Ende eines Badetages im renovierten Klosterneuburger Freizeitzentrum "Happyland" in Niederösterreich: Eine 45-jährige Besucherin trennte sich in der neuen Kinderwasserrutsche am Sonntagnachmittag den kleinen Finger der linken Hand ab. Die Verletzte wurde ins Landesklinikum Klosterneuburg gebracht und übte nach dem Vorfall harsche Kritik: "Das hätte nicht passieren dürfen!"

Die Frau dürfte sich beim Rutschen an einer Metallplatte, die sich unterhalb des Auslaufs der Kinderrutsche befindet und den Kleinen eigentlich Schutz vor großen Wellen bieten sollte, den Finger abgetrennt haben. Sie habe vor der Landung im Wasser etwas bremsen wollen - dann sah sie ihr Blut und schrie: "Mein Finger!", schilderte die 45-Jährige den Hergang.

"Happyland"-Geschäftsführer Stefan Konvicka sprach am Montag von einem bedauerlichen Unfall und einer Verkettung unglücklicher Umstände. So habe sich besagte Platte offenbar zuvor gelockert. Es gebe Warnschilder, sich an den Seiten nicht anzuhalten, hieß es seitens der Polizei, was auch Konvicka bestätigte. Gleichzeitig betonte der Geschäftsführer, dass es sich um eine - behördlich genehmigte - Kinderrutsche handle.

"Es hätte sich auch ein Kind verletzen können"
Am Tag nach dem dramatischen Zwischenfall übte die aus England stammende, in Groß-Enzersdorf lebende 45-Jährige Kritik rund um den Vorfall und der mangelnden Hilfestellung der Verantwortlichen nach dem Unfall. "Das hätte nicht passieren dürfen. Es hätte sich auch ein Kind verletzen können", so die 45-Jährige. Ein Bademeister sei nicht in der Nähe gewesen, neben ihrer Familie hätten ihr andere Badegäste nach dem blutigen Vorfall Erste Hilfe geleistet, berichtete sie. Ihr Mann und ihr Sohn hätten nach dem Finger suchen müssen, schilderte sie das traumatische Erlebnis für den 13-Jährigen.

Empörend fand die 45-Jährige auch, dass sich anschließend niemand vom "Happyland" um ihre Familie - drei Kinder und ihre 75-jährige, nicht Deutsch sprechende Mutter - gekümmert habe, als sie vom Roten Kreuz versorgt und ins Krankenhaus gebracht wurde.

Pannen und Vorfälle bereits kurz nach der Neueröffnung
Laut Konvicka wird die im Wasser stehende Platte ausgetauscht, die Kinderrutsche selbst bleibt bis zum Wechsel vorerst gesperrt.

Erst Mitte Dezember war das renovierte Wellenbad inklusive kleiner Rutsche und neuem Kleinkinderbereich eröffnet worden. Medienberichten vor Weihnachten zufolge brachte dann eine defekte Pumpe zu wenig Wasserdruck in die Rinne, außerdem hätten sich Kinder bei der Landung im seichten Auslauf an den Bodenfliesen leicht verletzt. Dazu meinte Konvicka, dieses Problem sei bereits an den Rutschenhersteller weitergeleitet worden.

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