Keine Einmischung!

Sauer auf SP und Gewerkschaft

Im Versprechen des wahrscheinlichen AMAG-Käufers Constantia, den Standort Ranshofen und seine Arbeitsplätze zu erhalten, sieht Betriebsratschef Otto Höfl eine Bestätigung seiner Position. Er wehrt sich nun gegen „Einmischungen“ von Gewerkschaft und SP, die einen Verkauf der Mitarbeiterbeteiligung strikt ablehnen.

„Wenn Erich Haider für eine österreichische Lösung eintritt, ist das legitim“, gesteht Höfl dem Vorsitzender der Landes-SP zu: „Er braucht sich aber nicht in innerbetriebliche Angelegenheiten einzumischen.“ 93 Prozent der Belegschaft hätten dem Betriebsrat ein Verhandlungsmandat über den Verkauf der Mitarbeiteranteile gegeben. Nach dem Nein der Gewerkschaften wären 50 AMAG-Angestellte aus der GPA ausgetreten, bei den Metallern gebe es ebenfalls Austritte.

Von der Constantia habe er „schon vor vier Wochen“ die Standortgarantie erhalten, die sie nun, wie berichtet, auch gegenüber den Stiftern der Mitarbeiterbeteiligung abgab. „Jetzt wissen die auch, dass es keinen Grund gibt, nicht zu verkaufen“, meint Höfl: „Der Zweck, den Standort zu sichern, ist erfüllt, und für die Arbeiter bringt ein Verkauf viel Geld.“ Vor allem für die 300 Beschäftigten im Presswerk, das ausgegliedert werden soll. Sie wären dann auch nicht mehr in der Mitarbeiterstiftung, von der sie somit nur noch etwas haben, wenn sie verkauft wird.

Das Einzige, was gegen einen Verkauf spräche, könnte der Preis sein, meint Höfl: „Herschenken werden wir nichts.“ Wenn er ein Angebot hat, werde es daher auch noch einmal eine Urabstimmung geben.

 

 

 

Foto: Vitzhum

Samstag, 15. Mai 2021
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