Di, 14. August 2018

Hoffnung für Jesiden

18.12.2014 22:15

Kurden im Vormarsch: IS-Belagerung durchbrochen

Kurdische Peschmerga-Kämpfer haben nach eigenen Angaben die monatelange Belagerung des Sindschar-Gebirges im Irak durch die Terrormiliz IS durchbrochen. Am Donnerstagabend verkündete Masrour Barzani, der Präsident des kurdischen Sicherheitsrates, die Nachricht, die vor allem den Angehörigen der jesidischen Minderheit Hoffnung geben dürfte. Die USA hatten zuvor von "großen Gebietsgewinnen" der Kurden im Irak gesprochen.

Anfang November hatten Peschmerga-Kämpfer einen neuen Anlauf gestartet, um die seit Monaten andauernde IS-Belagerung des Sindschar-Gebirges zu beenden. Die Terroristen hatten die Region um die Stadt Sindschar nordwestlich der irakischen Großstadt Mossul im August eingenommen und eine Massenflucht von rund 200.000 Menschen ausgelöst. Die meisten Vertriebenen gehören der religiösen Minderheit der Jesiden an.

Rund 100 Quadratkilometer soll das Gebiet umfassen, das die Peschmerga nun vom IS zurückeroberten, berichtete das US-Verteidigungsministerium. Zuvor habe die US-geführte Allianz mehr als 50 Luftangriffe gegen IS-Stellungen nahe dem Gebirge an der Grenze zu Syrien geflogen.

US-Generalstabschef: Drei IS-Granden getötet
US-Generalstabschef Martin Dempsey gab weiters bekannt, dass drei ranghohe IS-Führer bei Luftschlägen in den vergangenen Wochen getötet worden seien. Damit sollten weitere Angriffe des IS erschwert werden. "Es stört ihre Planung und ihre Befehlstaktik", sagte Dempsey in einem Zeitungsinterview. "Das sind hochwertige Ziele, ranghohe Führung."

Konkret seien Abd al-Basit, der als militärischer Emir der Gruppe bezeichnet wurde, sowie Haji Mutass, ein Stellvertreter von IS-Chef Abu Bakr al-Baghdadi, bei Angriffen Anfang Dezember ums Leben gekommen. Außerdem sei der IS-Anführer in Mossul, Radwan Taleb al-Hamduni, getötet worden.

General pessimistisch: Wende frühestens in drei Jahren
Trotz der Erfolge der vergangenen Tage rechnen die USA aber keineswegs mit einer baldigen Wende im Kampf gegen den IS: "Frühestens in drei Jahren" erwartet sich etwa der für den Anti-IS-Einsatz zuständige General James Terry nachhaltige Erfolge. Diese Frist sei das Minimum, sagte er. Die Luftangriffe der USA gegen die Islamisten haben erst vor vier Monaten begonnen.

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