Mi, 19. September 2018

Neue Details bekannt

16.12.2014 07:17

Messer-Mord an 20-Jähriger: Täter zurechnungsfähig

Nach dem brutalen Messer-Mord von Saalfelden in Salzburg gibt es erste Details zu der grauenvollen Tat: So war der Verdächtige Alexander I. (21) laut Gutachten zum Tatzeitpunkt voll zurechnungsfähig, hatte 1,4 Promille und verschickte dazu 50 SMS. Jetzt forderte die Staatsanwaltschaft auch einen Star-Profiler an.

Ob Ritualmord, Kannibalismus, Okkultismus oder Nazi-Verehrung - die Mutmaßungen über das Motiv der Bluttat von Saalfelden ließen nichts aus. Aber nur eines ist gewiss: Der Mord an der 20-jährigen Mirela B. war eine besonders grauenvolle, brutale Tat.

Getötet mit mehr als einem Dutzend Messerstichen wurde die Leiche der bosnisch-stämmigen Kellnerin blutüberströmt in der Badewanne gefunden. Der Verdächtige - ihr damaliger Freund Alexander I. - ließ sich widerstandlos verhaften und gab den Mord auch zu. Bei seinen bisherigen Vernehmungen macht er widersprüchliche Angaben, änderte seine Darstellung der Geschehnisse. Zuletzt schwieg er nur mehr - so auch beim Lokalaugenschein vor Ort vor wenigen Wochen.

Nicht umsonst gehen die Ermittler bei der Aufarbeitung des Falles sehr akribisch vor. Neben der kriminalistischen Arbeit des Landeskriminalamtes legte die Gerichtsmedizin eine ergänzende Expertise zur Obduktion des Opfers vor. Der vom Gericht bestellte Neuropsychiater Ernst Griebnitz fertigte eine umfassende Expertise über den Verdächtigen an.

Bei Tat 1,4 Promille im Blut
Fazit: Alexander I. war zum Tatzeitpunkt Anfang Oktober voll zurechnungsfähig, er verfügt außerdem über eine "ausreichende Erinnerungsfähigkeit" und weist "Symptome einer kombinierten Persönlichkeitsstörung" auf. Dazu zeigt der Verdächtige, der ohne Vater aufwuchs, eine deutliche emotionale Kühle. Während der Tat soll er dazu 1,4 Promille im Blut gehabt und - besonders auffällig - im Tatzeitraum über 50 SMS verschickt haben.

Für Opfer-Anwalt Stefan Rieder, der über den "Weißen Ring" die Angehörigen des Opfers vertritt, ein "einwandfreies und klares Gutachten. Ich gehe davon aus, dass die Staatsanwaltschaft daher Mordanklage erhebt!"

Star-Profiler beauftragt
Damit nicht genug: Die Justiz hat außerdem Star-Profiler Thomas Müller bestellt. "Er wurde für ein kriminal-psychologisches Gutachten beauftragt", so Marcus Neher von der Salzburger Staatsanwaltschaft. "Der Profiler beurteilt nicht den Täter, sondern die Tat", befürwortet Rieder.

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