„Danke, ÖBB!“

Kein Bier im Zug, dafür Teesackerl für 4,40 Euro!

Niederösterreich
25.09.2026 05:00

4,40 Euro für einen Tee, den man sich auch noch selbst zubereiten muss – das stieß einem Bahnfahrer kürzlich sauer auf. Auch, dass es im Automaten kein Bier gibt. Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) argumentieren mit Jugendschutz und höherem logistischen Aufwand. 

Fritz K. aus Mödling freute sich auf eine entspannte Bahnfahrt nach Salzburg zu einem Geschäftstermin – mit einem gemütlichen Plätzchen im Zug und im Idealfall einem Bierchen im Speisewagen. Doch daraus wurde nichts. Denn der Speisewagen war gar nicht erst mit an Bord.

Nur Softdrinks und Snacks – aber kein Bier
Also machte er sich auf die Suche nach einem Getränkeautomaten. Den fand er auch – und damit gleich die nächste Überraschung. Es gab nur Softdrinks und Snacks. Und Teesackerl, bei denen Herr K. seinen Augen nicht traute. Denn eines kostete 4,40 Euro. 

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Für 4,40 Euro bekomme ich normalerweise schon eine ganze Packung Tee – und hier bekomme ich dafür ein Sackerl mit Kräutern.

Fritz K., ÖBB-Kunde

Als der Schaffner kam, fragte K. kurzerhand nach: „Wie soll ich mir denn hier den Tee machen, wenn ich nur das Teesackerl aus dem Automaten kaufe?“ Der Zugbegleiter verwies auf den Kaffeeautomaten daneben. Dort könne er sich einen Becher und gratis heißes Wasser nehmen. 

„Das ist doch Wucher. 4,40 Euro für einen Tee, den ich mir dann auch noch selbst machen muss?“, ärgert sich K. „Danke, ÖBB.“

Das heiße Wasser für den Tee darf man sich gratis beim Kaffeeautomaten nebenan nehmen.
Das heiße Wasser für den Tee darf man sich gratis beim Kaffeeautomaten nebenan nehmen.(Bild: ZVG Privat)

So argumentieren die ÖBB
Vonseiten der ÖBB wird der Preis mit den besonderen Bedingungen im Zug wie höherer logistischer und organisatorischer Aufwand begründet. Die Preisgestaltung orientiere sich grundsätzlich an vergleichbaren Angeboten in der Bahnbranche.

Und warum kein Bier? Bei den Automaten könne der Jugendschutz beim Verkauf von Alkohol gemäß Gewerbeordnung nicht kontrolliert werden. Deshalb müsse auf den Alkoholverkauf verzichtet werden.

Fazit für Fritz K.: Salzburg wurde erreicht – auch ohne Bier. Dieses wird er sich bei der nächsten Zugfahrt zur Sicherheit gleich selbst mitnehmen.  

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