Zeremonie in Fátima

Tausende bei Umbettung von Fátima-Augenzeugin

Ausland
19.02.2006 17:32
Zehntausende Gläubige sind im portugiesischen Wallfahrtsort Fátima zusammengekommen, um an der Beisetzung der Ordensschwester Lúcia dos Santos teilzunehmen, der letzten lebenden Augenzeugin der (angeblichen) Marienerscheinungen im Norden Portugals. Die Nonne war vor gut einem Jahr in einem Kloster in Coimbra im Alter von 97 Jahren gestorben. Sie war damals zunächst auf dem Gelände des Klosters bestattet worden und soll nun direkt in dem Wallfahrtsort ihre letzte Ruhestätte finden.

Zur Umbettung wurden nach portugiesischen Medienberichten mehr als 250.000 Menschen erwartet. Die Fernsehsender berichteten in Direktübertragungen über die Zeremonie. In dem Wallfahrtsort befinden sich auch die Grabstätten der anderen beiden Hirtenkinder, mit denen Lúcia dos Santos im Jahr 1917 als Zehnjährige nach eigenen Angaben mehrmals Erscheinungen der Jungfrau Maria beobachtet hatte.

Fátima zählt heute zu den wichtigsten Wahlfahrtsstätten der Welt. Die anderen beiden Hirtenkinder, das Geschwisterpaar Jacinto und Francisca Marto, waren früh gestorben und von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen worden. Lúcia fertigte von den Beobachtungen der Marienerscheinungen detaillierte Aufzeichnungen an. Sie lebte seit 1921 im Kloster und kam mehrmals mit Johannes Paul zusammen. 

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