Konrad Laimer begeistert nicht nur Teamkollegen, Trainer und Fans des FC Bayern. In Deutschland hat der ÖFB-Teamspieler einen regelrechten Hype entfacht. Für den zuletzt von Ausfällen geplagten Rekordmeister hat sich der Allrounder nicht erst in den vergangenen Tagen als einer der wichtigsten Akteure herausgestellt. Von allen Seiten hagelt es Lob – den inzwischen legendären „Maradona“-Sager von Klub-Patron Uli Hoeneß kann Laimer längst weglächeln.
„Konny ist ein Spieler, den ich sehr liebe. Er ist für die Mannschaft extrem wichtig, genauso für die Außendarstellung des Vereins. Aber er ist eben nicht Maradona“, meldete sich Hoeneß im Frühjahr im Zuge der Vertragsverhandlungen mit Bayern zu Wort. Ein mittlerweile legendärer Seitenhieb, den der Österreicher bemerkenswert ruhig hinnahm und stattdessen Leistungen für sich sprechen ließ.
Den Vertrag in München hat er schließlich verlängert und seinen Wert im Team von Trainer Vincent Kompany noch weiter gesteigert. Während die Bayern chaotische Wochen erlebt haben und bittere Ausfälle verkraften mussten, glänzte Laimer ein ums andere Mal mit seinen Allrounder-Fähigkeiten und mit seiner Mentalität.
„Reibt sich 90 Minuten auf“
„Ich liebe Konrad Laimer“, schwärmte etwa zuletzt DFB-Legende Lothar Matthäus, der den Österreicher als „Mentalitätsmonster, das sich 90 Minuten aufreibt“, bezeichnete. Das Champions-League-Match gegen Atletico in Madrid am Dienstag holte den sonst oft heimlichen Helden endgültig vor den Vorhang. Sein sehenswerter Treffer zum 2:0-Endstand und die Auszeichnung zum Spieler des Spiels haben in Deutschland einen Laimer-Hype entfacht.
„Er passt perfekt hier her und Konny war auch letztes Jahr, als wir so brillant gespielt haben, der Spieler, der uns die Energie und den Push gegeben hat, wenn wir es gebraucht haben“, kassierte er auch ein Sonderlob von Sportvorstand Max Eberl.
Loblieder in deutschen Medien
In den deutschen Medien hagelt es unterdessen ebenfalls Loblieder. Als „Mann mit der goldenen Lunge“ bezeichne die „Zeit“ den 29-Jährigen. „Wer bei der Bewertung eines Transfers nicht nur auf Tore, Vorlagen und spektakuläre Dribblings schaut, sondern auch auf seinen sportlichen und wirtschaftlichen Wert, kommt an einem Namen kaum vorbei: Konrad Laimer. Der Österreicher gehört ebenfalls in die Riege der besten Bayern-Transfers der vergangenen fünf Jahre. Denn das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt - womöglich sogar besser als bei so manchem Münchner Künstler“, adelt ihn „Sport1“.
Die „Bild“ urteilt: „Aus diesem Holz sind Champions geschnitzt“ und „Eurosport“ spricht von der „nächsten Entwicklungsstufe“ im sportlichen Leben des Konrad Laimer: „Er löst sich häufiger aus seiner eigentlichen Position, rückt konsequent mit auf und besetzt Räume, die sonst den Offensivspielern gehören. Das macht Laimer nicht zu einem anderen Spieler. Aber zu einem, der inzwischen auch dort Wirkung entfaltet, wo seine Qualitäten weniger gefragt waren.“
Bei „Sky Sport Austria“ fasste Experte Marko Stankovic die Analyse von Laimers Auftritten zusammen: „Konrad Laimer wird vom braven Mitspieler bei den Bayern zum absoluten Protagonisten.“ Zwar ist er weiterhin nicht Maradona – doch Konrad Laimer weiß längst sich einen eigenen Namen zu machen.
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