
Noch ist hier Baustelle Zukunft: Wo heute Infotafeln stehen, sollen einmal täglich rund 20.000 Fahrgäste umsteigen. Der neue Donaubahnhof soll zum Herzstück der Regional-Stadtbahn und zur großen Öffi-Drehscheibe in Urfahr werden. Wie der Knoten aussehen soll, wann gebaut wird und warum das Projekt auch den ganzen Stadtteil verändern könnte.
Am künftigen Donaubahnhof in Urfahr kann man schon jetzt einen Blick darauf werfen, was dort in einigen Jahren entstehen soll. Auf dem Areal zwischen Ferihumerstraße und Reindlstraße wurde ein Infopark zur geplanten Regional-Stadtbahn eröffnet. Fünf großformatige Tafeln zeigen unter anderem die künftige Verkehrsdrehscheibe, die geplanten Haltestellen und die weitere Entwicklung des Projekts.
Rund 20.000 Fahrgäste täglich
Der Donaubahnhof – bisher als Nahverkehrsknoten Urfahr-Ost bezeichnet – soll einmal Bahn, Straßenbahn, Obus, Bus sowie Rad- und Fußverkehr miteinander verknüpfen. Rund 20.000 Fahrgäste täglich werden für den neuen Knoten erwartet. Die Regional-Stadtbahn selbst befindet sich derzeit noch in der Einreichplanung. Erste bauvorbereitende Arbeiten sind ab 2028 vorgesehen, der eigentliche Bau der innerstädtischen Strecke soll 2029 starten. Für 2032 ist die Inbetriebnahme zwischen Hauptbahnhof und Mühlkreisbahnhof angepeilt. Zwischen Reindlstraße und Mühlkreisbahnhof soll die Strecke zunächst nur eingleisig geführt werden.
„Investition in die Lebensqualität“
FP-Mobilitätslandesrat Günther Steinkellner sieht in der Regional-Stadtbahn eine Investition „in die Mobilität, die Lebensqualität, die Wettbewerbsfähigkeit und nicht zuletzt in eine bessere Zukunft unseres Bundeslandes“. Mit dem Infopark werde das Projekt bereits heute entlang der künftigen Trasse sichtbar.
„Weit mehr als ein Verkehrsprojekt“
Auch SP-Bürgermeister Dietmar Prammer verweist auf die Bedeutung über den Verkehr hinaus: „Die Regional-Stadtbahn ist weit mehr als ein Verkehrsprojekt.“ Rund um den Donaubahnhof entstehe eine Mobilitätsdrehscheibe, an der Bahn, Obus, Bus sowie Rad- und Fußverkehr zusammenspielen sollen. Wichtig sei, die Entwicklung gemeinsam mit den Menschen zu gestalten.
„Gamechanger für den Öffi-Verkehr“
VP-Stadtvize Martin Hajart erwartet wiederum Auswirkungen auf den gesamten Stadtteil. „Der neue Donaubahnhof wird zum Impulsgeber für ganz Urfahr.“ Die Verknüpfung von Stadtbahn, Straßenbahn und Buslinien – insbesondere mit der neuen Obus-Linie 48 – bezeichnet er als „Gamechanger für den öffentlichen Verkehr in Urfahr“.
Bevölkerung laufend mitnehmen
Sonja Wiesholzer, Geschäftsführerin der Schiene OÖ, sieht im neuen Infopark vor allem eine Möglichkeit, die Bevölkerung laufend mitzunehmen. Große Infrastrukturprojekte würden von „transparenter Information, Kommunikation und dem intensiven Dialog mit den Anrainergruppen und Stakeholdern“ leben.
Wer sich selbst ein Bild machen will, kann am Freitag, 18. September, von 14 bis 18 Uhr beim Infopark mit den Projektverantwortlichen sprechen. Einen Tag später ist die Regional-Stadtbahn auch beim Linzer Mobilitätsfest vertreten.
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