35 Jahre Eismumie

Ötzi-Fundstelle wird im Museum digital erlebbar

Tirol
14.09.2026 12:01

Ötzi Origin heißt das neue Interreg-Projekt, das Umhausen, die Fundstelle am Tisenjoch und das Schnalstal digital miteinander verbindet. 35 Jahre nach der Entdeckung der Gletschermumie wird die Fundstelle des „Iceman“ nun im Ötzi-Dorf digital erlebbar.

Das Ötzi-Dorf in Umhausen hat die originalgetreue Nachbildung der Fundstelle am Tisenjoch inhaltlich und technisch neu gestaltet. Hochauflösende Panoramaaufnahmen, eine überarbeitete Darstellung der Fundsituation, eine Bildchronik sowie eine Live-Webcam schaffen eine direkte Verbindung zum Fundort, an dem die Gletschermumie Ötzi 1991 von Erika und Helmut Simon entdeckt wurde.

LR Mario Gerber (Mitte li.) mit Ötzi- Dorf-Chef Leonhard Falkner und Eismann- Doubles. Der ...
LR Mario Gerber (Mitte li.) mit Ötzi- Dorf-Chef Leonhard Falkner und Eismann- Doubles. Der Fundort von Ötzi ist im Museum digital erlebbar. 35 Jahre nach der Entdeckung des „Iceman“ wird die Fundstelle nun im Ötzi-Dorf digital. Ötzi Origin heißt das Interreg-Projekt.(Bild: Ötzi-Dorf Umhausen)

Auf einem 75-Zoll-Touchscreen können Besucherinnen und Besucher die auf 3210 Metern gelegene Fundstelle interaktiv erkunden. Ausgewählte Fundgegenstände lassen sich anwählen und mit Videos, Bildern und wissenschaftlichen Erklärungen kann man mehr darüber erfahren. Die Inhalte sind in fünf Sprachen verfügbar: Deutsch, Englisch, Italienisch, Französisch und Niederländisch. Ergänzend gibt es 14 kurze Videosequenzen zu Fundgegenständen.

Video wurde direkt an der Fundstelle produziert
Das Herzstück des Projekts sei ein Erklärvideo, das im Sommer 2026 direkt an der Originalfundstelle am Tisenjoch produziert wurde, wurde betont. Sämtliche Medieninhalte werden auch dem archeoParc Schnalstal, einem archäologischen Freilichtmuseum in Südtirol, zur Verfügung gestellt. Damit verbindet das Euregio-Interreg-Projekt nicht nur die Fundstelle am Tisenjoch mit dem Ötzi-Dorf in Umhausen, sondern schafft auch eine inhaltliche Brücke zwischen Tirol und Südtirol.

Für das Euregio-Interreg-Projekt wurden insgesamt 47.884,63 Euro investiert. Eröffnet wurde das Projekt dieser Tage in Anwesenheit von ÖVP-Landesrat Mario Gerber. 

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