Es ist das Ende einer unfassbaren 148-jährigen Tennis-Serie! Seit Wimbledon 1877 war immer ein Spieler pro Saison mit einhändiger Rückhand in einem Major-Halbfinale gestanden. Das Aus von Stefanos Tsitsipas bei den US Open besiegelte diese Woche den Endpunkt. Generell spielen immer weniger Profis diesen Stil.
„Ich glaube, dass Tennis in so vielen verschiedenen Spielstil-Varianten gespielt wurde. Nun spielt jeder praktisch dasselbe“, zeigte sich Tsitsipas über das Ende der historischen Serie enttäuscht. Sein Ausscheiden im Achtelfinale der US Open gegen Lokalmatador Ben Shelton besiegelte: Erstmals seit Wimbledon 1877 steht in diesem Jahr also kein Spieler mit einhändiger Rückhand in einem Major-Halbfinale.
Geht dadurch Spannung verloren?
Der Spielstil, den unter anderem auch Pete Sampras oder Roger Federer pflegten, wird generell immer seltener. „Wenn man heute mit den 1950ern und 1960ern vergleicht, sieht man einen massiven Rückgang der einhändigen Rückhand. 97 oder 98 Prozent der Spieler spielten so. Jetzt haben sie nur noch zwei oder drei Prozent, es hat sich also komplett umgekehrt“, analysierte so auch Tsitsipas die Situation.
Die Gründe sieht der Grieche dabei in zwei Dingen. Einerseits seien die Courts langsamer geworden, zudem würden sich immer weniger Spieler auf einen konkreten Spielstil spezialisieren. Dabei hätten genau diese Unterschiede Tennis immer so spannend gemacht, bemängelte der 28-Jährige.
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