Rekord-Sammlung

So wird altes Speisefett zum Klimaschützer

Niederösterreich
10.09.2026 17:30

Mehr als 1000 Tonnen Altspeiseöl und -fett wurden 2025 in Niederösterreich gesammelt und zu Biodiesel verarbeitet. Dadurch konnten laut Bilanz rund 3,1 Millionen Kilogramm CO₂ eingespart werden.

Was nach dem Kochen und Braten übrig bleibt, landet noch immer zu oft im Abfluss oder im Restmüll. Dabei sind altes Frittieröl und Bratenfett längst zu wertvollen Rohstoffen für die Energiegewinnung geworden.

Das zeigt die aktuelle Bilanz der NÖ Umweltverbände und der Münzer Bioindustrie: Mehr als 1000 Tonnen Altspeiseöl und -fett wurden im Jahr 2025 in Niederösterreich gesammelt. Anschließend wurde das Material aufbereitet und zu Biodiesel verarbeitet.

Millionen Kilo CO₂ vermieden
Nach Angaben der Projektpartner konnten dadurch rund 3,1 Millionen Kilogramm CO₂-Emissionen eingespart werden. Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf sieht darin einen messbaren Nutzen für Klima, Umwelt und Abwassersysteme. Das Rekordergebnis zeige, welchen Beitrag die Bevölkerung mit einer einfachen Maßnahme leisten könne.

Umweltverbände-Präsident Christian Macho, Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf, ...
Umweltverbände-Präsident Christian Macho, Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Münzer-Geschäftsführer Ewald-Marco Münzer und BAWU-Aufsichtsratschef Martin Leonhardsberger freuen sich über die Bilanz.(Bild: NLK Burchhart)

Sammelmenge deutlich gestiegen
Hinter der Bilanz steht eine langjährige Zusammenarbeit zwischen den NÖ Umweltverbänden und der Münzer Bioindustrie. In den vergangenen fünf Jahren konnte die gesammelte Menge um rund 20 Prozent gesteigert werden.

Für die Partner ist diese Entwicklung auch ein Zeichen dafür, dass das Bewusstsein für die richtige Entsorgung von altem Speiseöl und Fett in den niederösterreichischen Haushalten wächst. Was früher häufig als Abfall betrachtet wurde, bleibt damit als Rohstoff im Kreislauf.

Zitat Icon

Richtig entsorgtes Altspeiseöl und -fett schützt nicht nur Kanalisation und Abwassersysteme, sondern wird zu einem wertvollen Energieträger.

Stephan Pernkopf

Sammelsystem wird weiter ausgebaut
Das Potenzial sei dennoch nicht ausgeschöpft. Mit weiterer Bewusstseinsarbeit sollen künftig noch mehr Haushalte zum Sammeln bewegt werden. Gleichzeitig wollen die Beteiligten die bestehenden Sammelsysteme weiter ausbauen. Altes Speiseöl und -fett können in den dafür vorgesehenen NÖLI-Behältern gesammelt und bei den Sammelstellen der Abfallwirtschaft abgegeben werden.

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