Drei Slowaken sollen das Preis-Etikett eines 500 Euro teuren Poolroboters ausgetauscht und nur knapp 100 Euro bezahlt haben. Nach ihrer Festnahme fanden Polizisten im Auto unter anderem eine verbotene Stahlrute und NS-Devotionalien.
Ein Poolroboter zum Schnäppchenpreis: Drei slowakische Staatsbürger sollen in einem Baumarkt in Krems das Preispickerl eines rund 500 Euro teuren Geräts ausgetauscht haben. Statt des tatsächlichen Preises brachten sie ein Pickerl mit einem Preis von knapp 100 Euro auf der Verpackung an.
An der Kassa fiel der Schwindel zunächst nicht auf. Das Trio bezahlte den deutlich niedrigeren Betrag und verließ mit dem Poolroboter den Markt. Erst später bemerkten Mitarbeiter, dass das Preispickerl ausgetauscht worden war.
Kameras filmten Verdächtige
Ungesehen waren die mutmaßlichen Betrüger allerdings nicht geblieben: Überwachungskameras hatten sowohl die drei Männer als auch das Kennzeichen ihres Autos aufgezeichnet. Mit diesen Informationen leitete die Polizei eine Fahndung nach dem Wagen ein. Diese führte wenig später nach Stockerau. Dort entdeckten Polizisten das gesuchte Fahrzeug auf der A22, stoppten es und nahmen die drei Insassen fest.
Brisante Funde im Fahrzeug
Bei der anschließenden Kontrolle kamen weitere Ungereimtheiten ans Licht. Die Männer hatten Ausweise und Kreditkarten bei sich, die ihnen nicht gehörten. Daher wird auch wegen des Verdachts der Urkundenunterdrückung ermittelt. Außerdem stellten die Beamten eine verbotene Stahlrute sowie NS-Devotionalien sicher. Einer der Verdächtigen saß mit nacktem Oberkörper im Auto und trug laut Polizei ein einschlägiges Tattoo. Gegen einen anderen Mann bestand ein Aufenthaltsverbot.
Die drei Verdächtigen waren in Österreich bislang unbescholten. Nach Abschluss der polizeilichen Erhebungen wurden sie wegen Betrugs und weiterer Delikte auf freiem Fuß angezeigt.
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