"Schwarze Witwe"

Japanerin soll sieben Partner ermordet haben

Ausland
19.11.2014 15:18
Nun hat auch Japan eine "Schwarze Witwe": Ähnlich wie in der Causa Estebaliz C. in Österreich wurde in Tokio am Mittwoch eine 67-jährige Frau festgenommen, die unter Verdacht steht, sieben ihrer ehemaligen Lebensgefährten ermordet zu haben. Die frühere Bankangestellte wurde durch die Versicherungsauszahlungen und Erbschaften nach dem Tod ihrer Partner zur Millionärin.

Ihr letzter Ehemann war im Dezember vergangenen Jahres keine zwei Monate nach der Hochzeit gestorben. Bei der Autopsie seiner Leiche wurden Cyanid-Spuren in seinem Blut nachgewiesen. Möglicherweise ist er nur eines von vielen Opfern der 67-Jährigen, deren Lebensweg seit mindestens zwei Jahrzehnten von mysteriösen Todesfällen gesäumt wird.

1994 starb ihr erster Mann im Alter von 54 Jahren. 2006 erlitt dann Ehegatte Nummer zwei, den sie durch eine Dating-Agentur kennengelernt hatte, einen tödlichen Schlaganfall. Ihre dritte Ehe endete 2008 ebenfalls mit dem Tod des Angetrauten. Ein Jahr später erwischte es den damaligen Freund der Frau, der an Krebs gelitten haben soll. 2012 traf das Schicksal ihren neuen Verlobten, der auf einer Motorradfahrt plötzlich in sich zusammensackte - Medienberichten zufolge wurden später auch in seinem Körper Cyanid-Spuren entdeckt.

Polizei vermutet Geldgier als Motiv
Im September 2013 starb dann der damals 75-jährige Lebensgefährte der Beschuldigten, nachdem er im Anschluss an ein gemeinsames Abendessen erkrankt war. Vier Monate später traf es schließlich den jüngst Verstorbenen, wegen dessen mutmaßlicher Ermordung nun ermittelt wird. Weil im Zuge dessen auch die vorherigen Todesfälle ruchbar wurden, prüfen die Ermittler nun einen möglichen Zusammenhang. "Wir glauben, sie hat es des Geldes wegen getan", sagte ein mit dem jüngsten Fall betrauter Polizist.

Die Witwe soll umgerechnet 5,4 Millionen Euro durch den Tod ihrer sieben Partner kassiert haben. In einem Interview beteuerte die 67-Jährige, sie sei unschuldig und werde schlichtweg "vom Schicksal verfolgt".

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