Die FPÖ hilft weiter

Delikte am Bahnhof: Es existieren ja doch Zahlen

Tirol
02.09.2026 07:00

Eine parlamentarische Anfragebeantwortung bringt in Sachen Hauptbahnhof Innsbruck in Innsbruck zumindest ein wenig Licht ins Dunkel. Die Grünen präsentierten hingegen ihre tirolweite Kampagne – und zwar mit privater Handynummer des Spitzenkandidaten auf den offiziellen Plakaten.

Am Innsbrucker Hauptbahnhof fühlen sich vor allem Frauen nicht sicher, das zeigte ein „Krone“-Lokalaugenschein. Man habe Angst vor Übergriffen, meide diverse Ecken dort. Laut der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) habe es in der Vergangenheit keine Zunahme der Delikte am Bahnhof gegeben, konkrete Zahlen zu Innsbruck wurden jedoch nicht genannt.

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Demnach ist dieser Bahnhof ,Brennpunkt’ in der polizeilichen Arbeit. Allein 49 % mehr Delikte im Jahr 2024 gegenüber 2023 verzeichnete die Polizei dort.

FP-Landesparteichef Markus Abwerzger

„Bahnhof ist ,Brennpunkt‘ in der polizeilichen Arbeit“
„Die ,Krone’-Inhalte bestätigen die sicherheitspolitische Dramatik in Innsbruck anschaulich“, sagt FP-Landesparteichef Markus Abwerzger – und er liefert auch prompt Zahlen: „Gerade, wenn man die parlamentarische Anfragebeantwortung von Innenminister Gerhard Karner bezüglich Sicherheit im Tiroler Öffi-Verkehr aus dem Jahr 2025 heranzieht, weiß man um die Brisanz. Demnach ist dieser Bahnhof ,Brennpunkt’ in der polizeilichen Arbeit. Allein 49 Prozent mehr Delikte im Jahr 2024 gegenüber 2023 verzeichnete die Polizei dort.“

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Der Bahnhof ist einer der Hotspots, dort braucht es mehr Sicherheitspersonal – und dafür muss Geld da sein.

Liste Fritz-GR Tom Mayer

„Davon fehlt oft jede Spur“
Viele Anträge zur Erhöhung der Sicherheit in Innsbruck hat die Liste Fritz bereits im Gemeinderat eingebracht. „Der Bahnhof ist einer der Hotspots, dort braucht es mehr Sicherheitspersonal – und dafür muss Geld da sein“, fordert Liste Fritz-GR Tom Mayer. Als Vater von zwei Kindern wisse er um die Situation am Hauptbahnhof „bestens“ Bescheid. „Vom Sicherheitspersonal fehlt spätnachts vor allem am Busbahnhof und direkt vor dem Hauptbahnhof oftmals jede Spur“, schildert er.

Zwist zwischen SPÖ und FPÖ
Die in der „Krone“ getätigten Aussagen bezüglich Frida, der Vermittlungsplattform für das Recht auf Kinderbildung und -betreuung, hat eine Debatte zwischen der SPÖ und der FPÖ entfacht. „Ein Problem mit Bildungschancen haben augenscheinlich die Freiheitlichen. Deren Landesparteichef Markus Abwerzger unterstellt den heimischen Elementarpädagoginnen, die Kinder ideologisch zu indoktrinieren“, ärgert sich SPÖ-Kinderbetreuungssprecherin Claudia Hagsteiner, „sogar für FPÖ-Verhältnisse ist das eine abstruse Verschwörungstheorie ohne jegliche Grundlage“.

Beschluss am Dienstag erfolgt
Wie berichtet, hat die Tiroler Landesregierung am Dienstag tatsächlich das Tiroler Baulandmobilisierungsabgabgegesetz beschlossen. Damit wird es Gemeinden künftig ermöglicht, für unbebautes Bauland eine Abgabe einzuheben, wenn sie das für notwendig erachtet. Der Gesetzesentwurf wird im Oktober-Landtag zum Beschluss vorgelegt. Das Gesetz soll folglich 2027 in Kraft treten und 2032 anwendbar sein.

Tiroler Grüne setzen auf Wohnen und Mobilität
Rund ein Jahr vor der Landtagswahl präsentierten gestern nun auch die Grünen ihre Kampagne unter dem Motto „Endlich wieder“ – im Beisein von Grünen-Bundessprecherin Leonore Gewessler. Inhaltlich setzen sie beim Wohnen und bei der Mobilität an.

(Bild: Tiroler Grünen)

So soll es finanziert werden
Beim Wohnen setzt die Partei auf neue Anti-Spekulations-Maßnahmen und Vorrang für gemeinnützige Bauträger. In Sachen Mobilität wollen sie die Öffis schrittweise kostenlos machen und das Freizeitticket vergünstigen. Grünen-Spitzenkandidat Gebi Mair weiß, wie das finanziert werden kann: „Wir haben pro Jahr 50 Millionen Nächtigungen. Die Gäste aus aller Welt sind herzlich willkommen, aber es ist auch Fakt, dass sie Tirol insgesamt auch teurer machen. Deshalb braucht es einen fairen Ausgleich. Uns geht es hier um Gerechtigkeit. Ein paar Euro mehr bei der Nächtigungsabgabe werden niemanden vom Tirol-Urlaub abhalten, damit können wir die zu hohen Lebenshaltungskosten senken.“

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Man erreicht kein Sekretariat und keinen KI-Bot, sondern direkt mich.

Spitzenkandidat Gebi Mair

Handynummer zieren Plakate
Prinzipiell spricht sich der Spitzenkandidat für einen „bewusst direkten Zugang zur Politik“ aus – und agiert auch danach: Er macht seine Handynummer publik, diese wird alle Kampagnen-Plakate zieren. „Man erreicht kein Sekretariat und keinen KI-Bot, sondern direkt mich.“

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