Person verletzt

Flammen in Pratercottage – Fluchtweg war versperrt

Wien
30.08.2026 10:32

Dramatische Szenen in der Nacht auf Sonntag in Wien-Leopoldstadt: Bei einem Wohnungsbrand in einem Mehrparteienhaus in der Schüttelstraße war für mehrere Bewohner der Fluchtweg plötzlich abgeschnitten. Das Stiegenhaus war ab dem dritten Stock dicht verraucht. Die Berufsfeuerwehr Wien rettete mehrere Menschen aus dem Gefahrenbereich.

Kurz nach 22.30 Uhr gingen beim Feuerwehrnotruf zahlreiche Meldungen über einen Wohnungsbrand im Pratercottage ein. Als die Einsatzkräfte eintrafen, bot sich ihnen ein dramatisches Bild: Aus einem Fenster der Wohnung im dritten Stock schlugen bereits Flammen - gleichzeitig hatte sich dichter Rauch im Stiegenhaus ausgebreitet.

Bewohner suchten auf Balkonen Schutz
Für mehrere Hausbewohner war damit der normale Fluchtweg versperrt. Einige machten sich an den Fenstern bemerkbar, andere suchten auf ihren Balkonen Schutz. Die Bewohnerin der betroffenen Wohnung hatte sich bereits rechtzeitig in Sicherheit bringen können.

Feuerwehrleute gingen unter Atemschutz ins brennende Gebäude. Eine Löschleitung wurde über das Stiegenhaus bis in die Brandwohnung gelegt. Gleichzeitig bekämpften die Einsatzkräfte die Flammen auch von außen. Der Außenangriff sollte vor allem verhindern, dass das Feuer auf die darüberliegende Wohnung übergreift.

Verletzte Person ins Freie gebracht
Während der Löscharbeiten durchsuchten weitere Atemschutztrupps das verrauchte Stiegenhaus und die angrenzenden Wohnungen. Dabei stießen die Feuerwehrleute auf eine verletzte Person, die sie umgehend ins Freie brachten.

Mehrere Personen ins Spital gebracht
Doch damit waren noch nicht alle Bewohner in Sicherheit: Zwei Menschen mussten über eine Drehleiter gerettet werden. Eine weitere Person konnte mit einer Fluchtfiltermaske durch das verrauchte Stiegenhaus ins Freie gebracht werden. Insgesamt übergaben die Feuerwehrleute neun Personen an die Sonder-Einsatzgruppe der Berufsrettung Wien. Vier Menschen mussten anschließend zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.

(Bild: Stadt Wien | Feuerwehr)

Besondere Vorsicht war auch wegen eines medizinischen Sauerstofftanks geboten (siehe Foto oben). Die Löschmannschaften bargen den Tank aus der Brandwohnung. Mit Hochleistungsbelüftungsgeräten wurde das Gebäude anschließend vom Rauch befreit.

Der umfassende Löschangriff zeigte rasch Wirkung: Der Brand konnte gelöscht werden. Gegen 0.30 Uhr war der Einsatz beendet. Warum die Wohnung im dritten Stock in Brand geriet, ist noch Gegenstand der Ermittlungen. Die Brandgruppe des Landeskriminalamtes Wien hat die Untersuchungen zur Brandursache übernommen.

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