Morgens stand der Feuerwehrmann aus Gschwandt bei Bad Goisern bei der Sperre, als ein Autolenker daherkam. Der wollte zu seiner Werkstatt nach Goisern. Plötzlich drehte er durch, gab Gas und fuhr auf den Helfer los. „Er hat die Sperre durchbrochen. Es wurde Anzeige erstattet“, schildert ein Polizist.
Nerven liegen blank
Bei vielen Mitmenschen in den Krisenregionen liegen die Nerven blank, und die Lage spitzt sich weiter zu. „Vor allem in der Nacht auf Donnerstag wird es ergiebig regnen“, so Michael Butschek von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik. Bis zu 20 Millimeter Niederschlag werden erwartet. Landes-Hydrologe Ing. Klaus Kaiser warnt: „Falls die Dächer mit Schnee überlastet sind, wird jedes zusätzliche Kilo durch den Regen sehr gefährlich.“
Zur Hochwasser-Gefahr meint Ing. Christian Wakolbinger vom Hydrographischen Dienst des Landes: „Probleme kann es bei kleineren Rinnsalen geben, in die Schneemassen gekippt wurden. Da enstehen Verklausungen und wenn es draufregnet, kann das Wasser nicht abfließen.“ Paradox: Bei weniger Schnee ist die Gefahr von Hochwasser größer, weil der Schnee vom Regen mitgerissen wird. Große Mengen saugen das Wasser auf.
Lage in Rohrbach entspannt
Im Bezirk Rohrbach hat sich die Lage entspannt. Die Bilanz: 37 Gebäude wurden vom Schnee eingedrückt, die Schäden betragen zwischen 4000 und 225.000 €. Es gab einen Toten und 13 Verletzte.
Beim Schneeabschaufeln auf seinem Hof stürzte Dienstag in Maria Schmolln der Landwirt Georg R. (48) drei Meter ab und verletzte sich schwer.
In Bad Ischl, Bad Goisern und Ebensee kämpften gestern mehr als 1000 Helfer gegen die Schneemassen. Mehr als 100 gefährdete Objekte stehen noch immer auf der Einsatzliste der Feuerwehr in Ischl.
Foto: Tom Leitner
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.