Eiskalter Coup

Räuber fesselte Bankangestellte

Oberösterreich
14.02.2006 18:11
Eiskalter Coup in Steyr: Ein Maskierter brach in eine VKB-Filiale ein, legte sich auf die Lauer. Als eine Angestellte (51) um 7.30 Uhr früh die Bank betrat, wurde sie bedroht und gefesselt. Der Täter ließ sich den Tresorraum öffnen, erbeutete 45.000 Euro und sperrte sein Opfer ein. Erst eine Kollegin (42) befreite die Frau.

Der eiskalte Verbrecher hatte mit einem Flacheisen bei der VKB-Filiale in Steyr-Neulust ein Fenster auf der Rückseite ausgehebelt, dann zwei Bürotüren aufgebrochen und innen geduldig vor dem Hintereingang gelauert. Als die Angestellte Maria Kopf (51) um 7.30 Uhr eintrat, stand der Verbrecher buchstäblich überfallsartig vor ihr: „Wennst alles tust, was ich dir sag, dann passiert dir nichts“, drohte der mit einer hellblauen Strickhaube mit Sehschlitzen maskierte Mann im heimischen Dialekt. Er zwang die Frau zu Boden, fesselte sie mit Kabelbindern an ein Waschbecken und nahm ihr den Tresorschlüssel ab. Doch der Räuber konnte das Schloss nicht selbst öffnen.

Täter drängte Opfer zum Tresorraum
Er schnappte sich im Pausenraum ein Jausenmesser, schnitt Maria Kopf los, setzte ihr die Klinge an, hielt sie von hinten an den Haaren fest und drängte sein Opfer zum Tresorraum. Dabei sagte der Täter mehrmals, dass nichts passieren würde - wenn die Frau seine Befehle befolgt und keinen Alarm auslöst.

Nach dem Öffnen des Safes stopfte er 45.000 Euro in zwei mitgebrachte weiße Plastiksackerln. Dann sperrte der Verbrecher Maria Kopf in den Tresorraum ein und floh. Kurz vor 8 Uhr befreite Zweigstellenleiterin Monika Arbeithuber (42) die eingeschlossene, schwer geschockte, zweifache Mutter und schlug sofort Alarm. Aber der Räuber war längst über alle Berge. Dazu gab es auch noch falschen Alarm: Augenzeugen hatten beobachtet, wie ein Radler gegen acht Uhr von der VKB-Niederlassung wegflitzte. Doch diesmal war es falscher Alarm. Der Mann wurde ausgeforscht, er hatte sich nichtsahnend nur bei dem Bankomaten bedient…

Der Bankräuber war ganz in Blau gekleidet
Der 1,80 bis 1,90 Meter große Verbrecher trug eine Jacke, Jeans und eine eng anliegende Strickmütze  alles in hellblau. Er dürfte zwanzig bis dreißig Jahre alt und ein Inländer sein. Die VKB-Bank setzte für zweckdienliche Hinweise eine Prämie von 2500 Euro aus, erklärte deren Sprecher Dr. Harald Semper.

 

 

Foto: VKB

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Oberösterreich
14.02.2006 18:11
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung