„Im Kulturbetrieb gibt es heute keine Barrieren zwischen den Nationalitäten“, sagt Elvir kiljo (34) aus Zenica. Auch serbische Autoren werden gespielt. Die größte Barriere ist vielmehr die Bürokratie, denn das kleine Bosnien-Herzegowina ist heute in 12 Kantone aufgeteilt. Will man finanzielle Unterstützung für ein Theater, das in seiner Größe den Linzer Kammerspielen entspricht, fühlt sich lediglich ein winziger Kanton zuständig.
Aber kiljo ist zuversichtlich, vor allem weil von der Linzer Theaterszene seit acht Jahren kräftige Unterstützung kommt. Man half spüeziell mit Sachleistungen, nun beginnt verstärkt der Austausch von Produktionen, von Autoren und Stücken, die etwa übersetzt werden könnten. Das Theater Phönix macht den Anfang und gastiert am 4. März mit Patrik Hubers „Bonesmasheryman´s“, einer englischen Skurrilität.
Elvir kiljo zeigt sich begeistert von der Organisationsstruktur der hiesigen Theater, aber auch von den Aufführungen. Jeden Tag schnupperte er Linzer Theaterluft.
Foto: Chris Koller
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