Positive Effekte

Neuer Rekord bei Betriebsübergaben im Ländle

Wirtschaft
26.08.2026 10:12

In Vorarlberg wurden 2023 insgesamt 358 Betriebe an die nächste Generation übergeben – es ist dies der höchste Wert seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1998. 

Die Wirtschaftskammer Vorarlberg meldet einen neuen Rekord: Im vergangenen Jahr wurden 358 Betriebe in die nächste Generation geführt – das bedeutet eine nochmalige Steigerung von 2,3 Prozent gegenüber dem bisherigen Rekordjahr 2025 (350 Übernahmen). Mit 8202 Unternehmensnachfolgen wurde auch österreichweit ein neuer Spitzenwert erreicht. Seit 2021 haben damit mehr als 37.000 Betriebe den Generationswechsel geschafft.

Gewerbe und Gastronomie führen die Liste an
Österreichweit dominieren Gewerbe und Handwerk mit 30,5 Prozent aller Nachfolgen. Es folgen Tourismus und Freizeitwirtschaft mit 25,1 Prozent sowie der Handel mit 19,9 Prozent. Die Gastronomie ist mit 1575 Übernahmen die stärkste einzelne Branche, gefolgt vom Sektor „Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie“ (779).

Wirtschaftliche Erfolge nach Übergabe
Was erfreulich ist: Eine Nachfolge kann sich durchaus positiv auf den Unternehmenserfolg auswirken, wie Daten der KMU Forschung Austria belegen: 61 Prozent der übernommenen Betriebe steigern ihren Umsatz, 60 Prozent investieren mehr und 36 Prozent schaffen zusätzliche Arbeitsplätze. 

Umfangreiche Beratungsangebote verfügbar
Die Wirtschaftskammer Vorarlberg unterstützt angehende Nachfolger mit umfassenden Beratungsservices. Im vergangenen Jahr wurden allein in Vorarlberg über 200 Beratungskontakte verbucht. Das Angebot reicht von persönlichen Gesprächen über geförderte Beratungen bis zu Steuersprechtagen. Die kostenlose Nachfolgebörse des Gründerservice Vorarlberg mit über 1000 aktiven Inseraten ist zudem die größte Online-Plattform dieser Art in Österreich.

Große Nachfolgewelle in den kommenden Jahren
Diese Unterstützungsstrukturen werden weiter an Bedeutung gewinnen. Denn bis 2034 stehen österreichweit rund 52.500 Arbeitgeberbetriebe – etwa 23 Prozent aller Unternehmen ohne Ein-Personen-Unternehmen – zur Übergabe an. An diesen Betrieben hängen laut Wirtschaftskammer rund 705.000 Arbeitsplätze.

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