Aufgedeckt
Hilfsgelder für Pornos und Waffen missbraucht
Wieder geriet die schon in der Vergangenheit immer wieder scharf attackierte Behörde für Katastrophenmanagement (FEMA) ins Fadenkreuz der Kritik. Die FEMA, deren Direktor Michael Brown wegen der schleppenden Hilfe nach dem Hurrikan "Katrina" gefeuert worden war, hatte laut dem 30-seitigen GAO-Bericht keinen vernünftigen Kontrollmechanismus, um Anträge zu prüfen.
Soforthilfe erschwindelt
So seien unter den 248 Anträgen auf Finanzhilfe, die das Büro untersuchte, 165 Betrugsfälle gewesen. Die Antragsteller hätten falsche Sozialversicherungsnummern angegeben. In einem Fall hätten 17 Personen auf einem Antrag mit 34 gefälschten Nummern 103.000 Dollar eingestrichen. "Die FEMA hat Millionen von Dollar an tausende Antragsteller ausgezahlt, die Sozialversicherungsnummern von Toten oder nie ausgestellte Nummer angaben", heißt es in dem Bericht. Bis Mitte Dezember hatte die FEMA 5,4 Milliarden Dollar (4,5 Milliarden Euro) an Soforthilfe ausgezahlt.
Die GAO nahm auch stichprobenartig Häuser in Augenschein, die angeblich durch die Hurrikans "Katrina" und "Rita" zerstört wurden. 80 der 200 überprüften Adressen hätten gar nicht existiert, heißt es in dem Bericht. Fast die Hälfte der 11.000 Empfänger von Bankkarten mit einem Guthaben von 2000 Dollar Soforthilfe hätten die gleiche Summe noch einmal per Scheck kassiert. Zudem sei das Geld teilweise für Pornografie, Waffen und zur Finanzierung von Kautionen für Gefängnisinsassen verwendet worden.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.