Unterkärntner Künstler

Die kleinste Stadt der Welt ist seine Muse

Kärnten
25.08.2026 14:00

Emil Oman malt seit bald 20 Jahren: Er spricht künstlerisch über Wachsamkeit. Ein Blick auf die Entdeckung seiner Liebe zur Kunst und seine Werke.

Er hat sich verliebt! Das ist beinahe 20 Jahre her: Damals war der Aich-Dober Emil Oman, Künstlername „Emo“, zum ersten Mal im historischen Städtchen Hum in Kroatien. „Das ist die kleinste Stadt der Welt. In diesem romantischen Ort wurde meine Leidenschaft für die Kunst wachgeküsst“, erzählt Emo. Nur etwas mehr als 30 Menschen leben dort auf engstem Raum. „In diesem mystischen Ort habe ich mit dem Malen begonnen.“ Seither lässt der heute 69-Jährige den Pinsel nicht mehr los. Sein Markenzeichen ist unverkennbar: „Auf meinen Werken finden sich immer ein Kopf, ein offener Mund, ein offenes und ein geschlossenes Auge. Das muss sein.“ Damit will der Künstler sagen: „Man sollte im Leben wachsam sein und hinsehen, was rund um einen passiert.“

Dort kann man seine Werke bestaunen
Seine neuesten Werke zeigt Emo alljährlich bei Ausstellungen in Hum: „In den Bildern spiegeln sich auch die alten mittelalterlichen Mauern wider.“ Rund 60 seiner Werke sind zudem im Brauhaus und Hotel Breznik in Bleiburg zu sehen. Seit zehn Jahren betreibt Emo auch eine Galerie am Bleiburger Kirchplatz.

Gearbeitet wird in seinem Atelier im Haus in Aich-Dob, wo er mit seiner Frau Ruth lebt. „Am besten läuft’s, wenn ich Zeitdruck für eine Ausstellung habe.“ Gemalt wird mit Bastel- und Ölfarben sowie Kreide. „Bei der Arbeit mit der Druckerpresse hilft mir meine Frau.“ Der Künstler fertigt auch Holzdrucke und Kupferstiche an. Sein Faible: „Es gibt nur hochgestellte Bilder.“

Ein geöffneter Mund, ein offenes und ein geschlossenes Auge – die Markenzeichen des Bleiburger ...
Ein geöffneter Mund, ein offenes und ein geschlossenes Auge – die Markenzeichen des Bleiburger Künstlers.(Bild: Dieter Arbeiter)
In seinem Atelier in Aich-Dob arbeitet Emil Oman auch an der Druckerpresse.
In seinem Atelier in Aich-Dob arbeitet Emil Oman auch an der Druckerpresse.(Bild: Dieter Arbeiter)
Gemälde im Überblick.
Gemälde im Überblick.(Bild: Dieter Arbeiter)

Auch bei den Drucken werden Kopf, Auge und der offene Mund immer in Szene gesetzt. Alljährlich gibt es zudem einen Emo-Kalender: „Das ist eine limitierte Auflage mit 250 Stück.“ Werke des Künstlers waren unter anderem in Tainach, Bleiburg, Schwabegg, im Schloss Straßburg und in St. Michael/Bleiburg zu sehen. „Malen ist wie eine Muse, die mich weiterträgt.“

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