10.11.2014 12:27 |

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"Super Smash Bros.": Wii-U-Keilerei ausprobiert

Am 5. Dezember erscheint Nintendos Prügel-Game "Super Smash Bros." für die Wii U. Das Beat 'em up wartet mit einer Vielzahl von Helden der Videospielgeschichte auf, die sich mit allerlei Spezialfähigkeiten an die Gurgel gehen, und nutzt Nintendos kommende Amiibo-Figuren mit NFC. Wie viel Spaß die chaotischen Kämpfe der Nintendo-Helden wirklich machen, konnte krone.at vorab direkt bei Nintendo ausprobieren.
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Blitzschnell nähert sich das Elektro-Pokemon der gepanzerten Echse, doch Pikachu hat seine Rechnung ohne Bowsers Feueratem gemacht: Just als das niedliche gelbe Tierchen die Plattform erreicht, auf der der Nintendo-Bösewicht steht, speit ihm selbiger Flammen entgegen und stoppt die Attacke. Allerdings nur so lang, bis Marios Reit-Dino Yoshi mit voller Wucht auf Bowser herunterkracht und die gefürchtete Panzerechse für einen Moment außer Gefecht setzt. Klingt actionreich? Ist es auch. Willkommen in "Super Smash Bros." für die Wii U.

Showdown der Videospiel-Helden
Nintendos beliebte Multiplayer-Prügelei erfreut sich auf der Mobilkonsole 3DS bereits großer Beliebtheit und kommt demnächst auf die Wii U. Das Erfolgsrezept ist bei beiden Games das gleiche: Eine ordentliche Anzahl von Videospielhelden mit unterschiedlichen Fertigkeiten trifft sich in kompakten Arenen zum ultimativen Showdown und versucht, die Gegner mit Schlägen, Spezialattacken und Items aus dem Ring zu kicken. Wer aus dem Ring fliegt, verliert die durchs Verprügeln der Gegner gesammelten Schadenspunkte. Wer am Ende den meisten Schaden ausgeteilt hat, gewinnt.

Simples Spielprinzip, erstaunlicher Tiefgang
So simpel das Spielprinzip zunächst scheint, so vielfältig werden seine Möglichkeiten ausgeschöpft. Allein durch die schiere Zahl spielbarer Charaktere mit jeweils eigenen Kampfstilen, Stärken und Schwächen gibt es für die Spieler einiges zu entdecken. Dass die Kämpfer anpassbar sind und neue Fähigkeiten erlernen können, eröffnet weitere Möglichkeiten. Während der Kämpfe auftauchende Items bringen immer wieder unerwartete Wendungen in die Arenen. Und wer sich an den alleine oder gemeinsam bestreitbaren Arenakämpfen sattgesehen hat, kann in etlichen anderen Modi noch Trophäen, Gegenstände oder Fähigkeiten freispielen.

Gute Balance trotz großer Kämpfer-Unterschiede
Schon in der Vorabversion, die wir bei Nintendo in Brunn am Gebirge ausprobieren konnten, machte das Game einen recht ausgereiften Eindruck. Obwohl sich die spielbaren Charaktere teils unterscheiden wie Tag und Nacht, glänzen die Kämpfe doch mit einer guten Balance. Wirklich übermächtige Charaktere gibt es nicht. Durch die einfach zu lernende, aber schwer zu meisternde Steuerung haben Einsteiger eine Chance, Veteranen gleichzeitig die volle Kontrolle über das Spielgeschehen. Einzig das serientypisch chaotische Treiben am Bildschirm wird mitunter zum Problem – etwa dann, wenn die eigene Spielfigur wieder mal einen besonders harten Schlag eingesteckt hat und schneller an einen anderen Ort der Arena geschleudert wird, als des Spielers Auge ihr folgen könnte.

HD-Grafik sehr hübsch, aber nicht überladen
Dass die Kämpfe chaotisch ablaufen, wird Freunde der Serie freilich nicht stören. Zumal "Smash Bros." noch nie so gut ausgesehen hat wie in der Wii-U-Version. Mario, Link, Samus Aran und Dutzende weitere Charaktere erstrahlen im neuen "Smash Bros." in feinstem HD. Figuren, Arenen und Spezialeffekte finden entsprechend scharf und ansehnlich ihren Weg aufs TV-Gerät. Trotz generell hohem Detailgrad überflutet Nintendo die Levels dabei glücklicherweise nicht mit zu viel Deko, was der generellen Übersichtlichkeit in den ohnehin sehr chaotischen Kämpfen zuträglich ist.

Retro-Soundtrack und Geschichtsunterricht
Wer Nintendo-Games der Vergangenheit gern gespielt hat, wird sich überdies an der Vertonung des neuen "Smash Bros." erfreuen. Die bietet eine Menge Soundtrack-Klassiker in leicht abgewandelter Form und sorgt immer wieder für akustische Déjà-vus. Eine Jukebox, mit der die einzelnen Songs auch außerhalb des Spiels abgespielt werden können, ist vorhanden. Und für all jene, die sich fragen, mit welchen Games die ganzen spielbaren Charaktere eigentlich bekannt geworden sind, gibt's sogar kurz spielbare Demos dieser Klassiker.

Hahnenkämpfe und KI-Helfer durch "Amiibos"
Eine Neuheit bei "Super Smash Bros." für die Wii U ist der Einsatz von KI-Actionfiguren namens "Amiibo". Dabei handelt es sich um kleine, separat zu erwerbende NFC-Figuren, wie man sie etwa von "Disney Infinity" oder "Skylanders" kennt, die mit dem Wii-U-Gamepad eingelesen werden und dann bestimmte Zusatz-Features ins Spiel bringen. Im Falle von "Super Smash Bros." agieren die Figuren als persönliche KI-Kämpfer, die mit der Zeit immer stärker werden und vom Spieler mit neuen Fähigkeiten, einem eigenen Namen und einem individuellen Aussehen angepasst werden können.

Wer einen so hochgezüchteten Amiibo-Kämpfer mit zu einem Freund nimmt und an dessen Konsole einliest, kann ihn als Verbündeten in den Mehrspieler-Kämpfen verwenden oder als mächtigen Gegner. Selbst "Hahnenkämpfe", bei denen Spieler ihre Amiibo-Figuren gegeneinander antreten lassen und auf sie wetten, sind möglich. Alles in allem machen die NFC-Figuren einen unterhaltsamen Eindruck, eine echte Notwendigkeit stellen sie aber glücklicherweise nicht dar.

Ersteindruck: Mit "Super Smash Bros." scheint rechtzeitig vor den Feiertagen ein unterhaltsamer Mehrspieler-Spaß auf Nintendos Heimkonsole zuzukommen. Mit seiner Vielzahl an Kämpfern, Arenen, Spielmodi und freischaltbaren Boni bietet "Smash Bros." umfangreichen Prügel-Spaß, bei dem Spieler vermutlich wochenlang neue Dinge entdecken. Das Game ist zugänglich für Einsteiger, bietet Veteranen aber gleichzeitig taktischen Tiefgang. Und dass es trotz seiner Eigenschaft als Prügelspiel zwar nicht ohne Gewalt, aber zumindest ohne blutige Szenen auskommt, macht es tauglich für Matches in der Familie. Wie gut "Super Smash Bros." auf der Wii U wirklich geworden ist, muss zwar erst ein ausführlicher Test klären. Der Ersteindruck macht jedoch Appetit auf mehr.

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