Auftakt zum fünften Kriegsjahr – und der Konflikt hat sich auf eine neue, zusätzliche Front ausgeweitet: Ungarns Viktor Orbán fühlt sich von der Ukraine bedroht (!) und hat den Einsatz der Armee angeordnet. Soldaten sollen „kritische Infrastruktur“ vor ukrainischen Angriffen schützen.
Als hätte die Ukraine nicht andere Sorgen, muss sie sich nun auch mit Orbán herumschlagen. Der ungarische Führer steigert sich vor den Wahlen wegen abstürzender Umfragewerte zu Populismus-Rekorden. Dabei ist die nationalistische Mottenkiste, die Angsthysterie vor dem bösen Nachbarn ein klassischer Hebel. Ob er damit das Ruder herumreißen kann? Vielleicht braucht es noch einen Anschlag auf ein E-Werk.
Ungarns Opposition unter Peter Magyar – ein Ex-Orbán-Mann, der die Tricks kennt – fürchtet um den korrekten Wahlverlauf. Das Land geht schon jetzt in einem Tsunami von öffentlich finanzierter Orbán-Propaganda gegen die EU unter. Werden jetzt im April auch die Wahllokale „unter Schutz gestellt“?
Orbán macht Brüssel dafür verantwortlich, dass kein russisches Erdöl über die Ukraine nach Ungarn fließt, und legt die EU mit der Vetokeule lahm. Tatsächlich sind alle Pipelines nach Ungarn „trocken“, obwohl Orbán von Brüssel eine Ausnahmegenehmigung von den Energiesanktionen gegen Russland erhalten hat. Wer sich aber so gebärdet wie Orbán, darf sich nicht wundern, wenn ihm niemand hilft.
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