In einem dringenden Appell suchte die Einsatzleitung Bad Ischl am Sonntag nach Baustatikern. Zahlreiche Hausdächer drohen unter der Schneelast zusammenzubrechen - man brauchte dringend eine Prioritätenreihung. Das Bundesheer schickte sofort einen Experten, auch weitere zivile Statiker meldeten sich prompt. Inzwischen wurden zwölf Bewohner das evakuierten Sozialzentrums zur Rot Kreuz-Sammelstelle gebracht. „Ein Einsturz ist wahrscheinlich nicht mehr zu vermeiden“, meldet die Einsatzleitung. Das gilt auch für viele andere Häuser: Hunderte Notrufe langten bei den freiwilligen Helfern ein, die seit Tagen fast ohne Schlafpausen Schnee schaufeln.
Katstrophale Zustände herrschen auch noch in den Gemeinden Bad Goisern, St. Wolfgang, Gosau, Zwettl an der Rodl, Frankenmarkt, Unterach, Waldkirchen, St. Ägidi, Kopfing, Eberschwang, Ulrichsberg und Aigen/Schlägl.
Millionenschäden durch die „weiße Pracht“!
Machtlos müssen viele Landsleute zusehen, wie ihre Gebäude trotz verzweifelten Schneeschaufelns unter der weißen Pracht nachgeben. In Edlbach bei Windischgarsten musste, wie berichtet, das Wellness-Hotel „Bischofsberg“ gesperrt werden eine Million Euro Schaden! In Windischgarsten begrub das berstende Dach des Autohauses Polz fünf Fahrzeuge unter sich - darunter den Wagen von Ex-Ski-Star Hannes Trinkl. Und in Frankenmarkt brachen die Dächer der Getränkefirma Starzinger (600.000 € Schaden) und eines Reitstalles ein. In Kopfing stürzten vier Gebäude ein, die alle rechtzeitig evakuiert worden waren. „Wenn´s in den nächsten Tagen zu regnen beginnt, werden noch viele weitere Gebäude zerstört werden“, befürchten die Helfer.
Mehrere Helfer bei den Einsätzen verletzt
Die Einsätze forderten bisher ein Todesopfer und zahlreiche Verletzte. Sonntag stürzten Helfer in Bad Ischl, Münzkirchen, Steyrling und Dorf/P. von Dächern ab, wurden verletzt.
Die Katastrophen-Ferien sind zu Ende: Heute ist fast überall wieder Unterricht.
Foto: Jack Haijes
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