77 Jahre alte Leitung

Frischzellenkur für Ennstaler „Strom-Lebensader“

Steiermark
18.08.2026 15:52
Porträt von Steirerkrone
Von Steirerkrone

In der Obersteiermark ist am Dienstag der offizielle Startschuss für ein Multimillionenprojekt zur Sicherung der Energieversorgung gefallen: Die 73 Kilometer lange Ennstalleitung wird bis 2028 generalerneuert.

240 Millionen Euro steckt Netzbetreiber Austrian Power Grid (APG) in die Modernisierung der 1949 in Betrieb genommenen Leitung von Weißenbach bei Liezen nach Wagrain (Salzburg). Damit soll die Stromversorgung langfristig gesichert und das Netz für die Anforderungen der Energiewende fit gemacht werden. In fünf Baulosen wird entlang der bestehenden Trasse parallel gearbeitet, die Fertigstellung ist für Herbst 2028 geplant.

Über 200 Masten erneuert, Übertragungsleistung verdoppelt
Mit 56 Kilometern verläuft der Großteil der Strecke auf steirischem Gebiet, insgesamt werden 234 Masten, Fundamente, Erdungen und Armaturen runderneuert. Die Masten bleiben am selben Standort, werden aber stellenweise um bis zu zehn Meter erhöht. Durch den Wechsel von Einfach- auf Zweierseile soll sich die Übertragungsleistung auf etwa 1200 Megavoltampere (MVA) verdoppeln.

APG-Vorstandssprecher Christiner (li.) beim Start der Demontagearbeiten
APG-Vorstandssprecher Christiner (li.) beim Start der Demontagearbeiten(Bild: APG/Carolina Burger)

APG-Vorstandssprecher Gerhard Christiner sieht eine „kapazitätsstarke überregionale Infrastruktur als Grundvoraussetzung für preisgünstigen Strom und somit für einen attraktiven Wirtschaftsstandort“. Das gelte vor allem für die Ennstalleitung als „zentrale Lebensader der Region“.

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