03.11.2014 06:20 |

Militärtraining

Hier seilen sich IS-Kämpfer von einer Brücke ab

Nachdem kurdische Peschmerga im Nordirak eine neue Offensive gegen die Kämpfer des Islamischen Staats begonnen haben, sind die Dschihadisten offenbar unter Druck geraten, ihre militärischen Fertigkeiten zu verbessern. Aufnahmen vom Sonntag zeigen die Extremisten beim militärischen Training in der von ihnen kontrollierten irakischen Großstadt Mossul.
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Die IS-Terroristen hatten die Region um Sinjar nordwestlich der zweitgrößten Stadt im Irak im August eingenommen und eine Massenflucht von rund 200.000 Menschen ausgelöst. Die meisten von ihnen gehörten der religiösen Minderheit der Jesiden an. Mossul gilt seither als Hochburg der Dschihadisten, immer wieder dringen Schreckensmeldungen von Hinrichtungen aus der Stadt an die Öffentlichkeit. Zu den Opfern der IS-Herrschaft zählen auch zahlreiche Frauen, darunter Ärztinnen und Studentinnen.

IS nach Rückeroberungen unter Druck
Positive Meldungen aus dem umkämpften Kobane sowie Rückeroberungen nahe Mossul und im Süden Bagdads würden jedoch zeigen, dass es mit der Terrormiliz bergab gehe, hatte der deutsche Nahost-Experte Udo Steinbach erst vor wenigen Tagen gegenüber focus.de erklärt. "Die Truppen des IS hatten das Überraschungsmoment auf ihrer Seite, aber das ist jetzt vorbei", betonte Steinbach.

Die größte Bedrohung durch den IS sei demnach gebannt, denn der Widerstand sei inzwischen besser organisiert - was allerdings auch den Extremisten nicht entgangen sein dürfte, wie die aktuellen Bilder aus Mossul deutlich machen.

Extremisten trainieren für den Dschihad
Die Aufnahmen vom Sonntag zeigen Dutzende IS-Kämpfer bei einem Militärtraining in der irakischen Großstadt. Die Terroristen üben dabei unter anderem das Abseilen von einer Brücke. Die professionell inszenierte Aktion habe unter strengen Sicherheitsvorkehrungen stattgefunden, hieß es. Weitere Details zum Trainingsplan der Dschihadisten gab es vorerst nicht.

Der IS kontrolliert weite Teile des Irak und Syriens, wo er ein Kalifat ausgerufen hat. Besonders heftig umkämpft ist die nordsyrische Grenzstadt Kobane. Zur Unterstützung der dortigen Kämpfer haben die Kurden aus dem Nordirak vor Kurzem rund 200 Peschmerga-Milizionäre entsendet. Die Türkei hatte zugestimmt, die irakischen Kämpfer über ihr Staatsgebiet nach Kobane zu lassen.

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