Tag der Paradeiser

Steirische Gemüsebauern treiben es immer bunter

Steiermark
08.08.2026 11:00

Am heutigen Tag der Paradeiser gibt es gute Nachrichten: Die Zahl der Gemüsebauern in der Steiermark steigt wieder. Der Grund: Tomaten & Co. aus heimischer Produktion kommen bei den Konsumenten gut an.

Mehr als 32 Kilo Paradeiser isst jeder Steirer im Schnitt pro Jahr – kein anderes Gemüse ist so beliebt. „Und immer mehr Konsumenten achten dabei auf regionale Herkunft“, freut sich Fritz Rauer, Obmann der steirischen Gemüsebauern nicht nur am heutigen Tag der Paradeiser. Das wirkt sich auch auf die Zahl der Produzenten aus: „Wir merken einen Zuwachs, vor allem bei Marktbauern“, so Rauer. Auch die Fachausbildung zum Gemüsebauern in der Gartenbauschule Großwilfersdorf liegt im Trend – nicht zuletzt bei Frauen.

 Gemüsebäuerin Christa Wonisch ist eine der Frauen, die diese Ausbildung gemacht hat. Mittlerweile ist sie selbst als Lehrende dort tätig: „Ich baue in meinem Betrieb alleine 30 verschiedene Paradeissorten an“, berichtet sie. Die Nachfrage nach dieser bunten Tomatenvielfalt ist groß. Und auch die restlichen 120 Gemüsesorten, die sie und andere Gemüsebauern in der Steiermark anbauen, sind bei Kunden mehr als gefragt.

Gemüsebauern auf Besuch bei der „Krone“: Christa Wonisch und Fritz Rauer
Gemüsebauern auf Besuch bei der „Krone“: Christa Wonisch und Fritz Rauer(Bild: Christoph Hartner)

Und die Paradeiser gehören auch zu den Profiteuren der Hitzewelle: „Natürlich stellt uns die Bewässerung vor Herausforderungen, und auch die gestiegenen Energiekosten müssen abgefangen werden“, sagt Rauer. „Aber je mehr Sonne wir haben, desto schmackhafter sind die Paradeiser.“

Generell bleibt der Klimawandel eine Herausforderung für die Gemüsebauern: „Wir müssen überlegen, ob wir mehr im Frühjahr und Herbst anbauen“, berichtet Wonisch etwa. Aber die heißen Sommer bieten auch neue Möglichkeiten: „So gedeihen neuerdings etwa auch Artischocken, Ingwer und Kurkuma in der Steiermark, denen es noch vor zehn Jahren hier zu kalt gewesen wäre.“

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