Wer ist die Frau, von der Walter Ruck behauptet, sie hätte nach einem „Marschbefehl“ salutiert? Nach Rucks Rücktritt ist Margarete Kriz-Zwittkovits (67) seine Nachfolgerin an der Spitze der Wiener Wirtschaftskammer. Mit Conny Bischofberger spricht sie über Frauenpower, Männerwitze und ihre dicke Haut.
„Die Frau Kriz!“ ruft Fischhändler Georg Gutfleisch, „oder muss ich jetzt Frau Präsident sagen?“ Am Sonnbergmarkt im 19. Wiener Gemeindebezirk herrscht ein Gewusel, als die neue Wiener Wirtschaftskammer-Chefin einen Tag nach ihrer Angelobung am Stand 18-19 eintrifft. „Bitte ein Soda mit ein bissel was drin“, lacht Margarete Kriz-Zwittkovits die Frage weg und zieht einen Fächer mit lila Blumen aus ihrer Handtasche. Es hat 37 Grad. Die Unternehmerin wohnt nicht weit von hier und war neun Jahre lang Obfrau der WKO in Döbling. „Traditionellerweise komme ich immer wieder am Freitag hierher“, erzählt sie, „zum besten Kabeljau, den ich kenne.“
„Krone“: Frau Kriz-Zwittkovits, Ihr Doppelname ist eine echte Herausforderung. Kroatischstämmig?
Margarete Kriz-Zwittkovits: Mein Name, Zwittkovits, ist burgenlandkroatisch. Mit dem Namen meines Mannes, Kriz, kommt das Tschechische dazu, also Monarchie pur! Kriz hätte ursprünglich auch noch zwei Hatscheks gehabt. Das hätte man dann „Gschisch“ ausgesprochen. – Lacht.
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