In Nassereith im Tiroler Bezirk Imst staut sich der Ärger auf, weil das Fahrverbot nicht mehr überwacht wird. Am Freitag gab es dazu einen neuen Vorschlag.
Urlauber-Hochsaison, mancherorts aber auch Hochsaison für Ärgernis. Nämlich dann, wenn Navi-hörige Autofahrer meinen, dass ein Stau mit der Fahrt durch die engen Dorfstraßen ausgetrickst werden kann. Und weil viele auch noch die Verbotsschilder ignorieren, lässt das Land Tirol die Abfahrverbote an Sams-, Sonn- und Feiertagen durch eine externe Firma kontrollieren.
Auch für Nassereith wurden diese Dienste – zufällig in der Startphase des Fernpass-Paketes – spendiert. Allerdings zeigt sich das Land seit dieser Sommerreisezeit nicht mehr so spendabel.
Die Auskunft vom Land Tirol, dass die Polizei die Überwachung des Fahrverbotes übernommen hat, ist schlicht falsch.

Bezirkskommandant Hubert Juen
Bild: Hubert Daum
Verbot wird nicht mehr obligatorisch kontrolliert
Das weiterhin geltende Abfahrverbot wird nicht mehr obligatorisch kontrolliert, verärgerte Bürger sehen wieder unsere nördlichen Nachbarn hordenweise durch den Ort reisen. Die Evaluierungen der letzten Jahre hätten gezeigt, „dass eine lückenlose Überwachung durch ein eigens bestelltes Überwachungsorgan aufgrund des Verkehrsgeschehens nicht durchgehend notwendig war“, wie es aus dem Landhaus heißt.
Daher würde „dieses Fahrverbot durch die Organe der Bundespolizei überwacht“, das sei mit dem Bezirkspolizeikommando so vereinbart worden.
Bezirkskommandant kontert
„Das stimmt so überhaupt nicht“, kontert Bezirkskommandant Hubert Juen, „ich habe bereits x-Mal gesagt, dass wir die Ressourcen dafür gar nicht hätten und wir lediglich helfen können, sofern der Dienst es zulässt“. Am Freitag gab‘s zu dieser Causa erneut eine Besprechung in der BH Imst mit Gottfried Reremoser vom Land. BM Kröll, Teil dieser Runde: „Ich glaube, wir haben jetzt einen Vorschlag, den wir umsetzen sollten. Eine flexible, stundenweise Lösung am Samstag durch die externe Sicherheitsfirma, am Sonntag überwacht die Polizei.“
Hubert Juen könne sich nur wiederholen: „Nein, man kann den Leuten nicht sagen, dass wir den Sonntag übernehmen. Wir können nur unterstützen, sofern der Dienst es zulässt.“ Am Wochenende habe man ohnehin Mindestbesetzung.
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