Donauarme am Trockenen

Fischereiverein hofft nun auf Regen zur Belebung

Niederösterreich
08.08.2026 06:00

In den Donau-Altarmen sterben Fische, Muscheln und andere Tiere. Sie liegen bald auf dem Trockenen. Mittlerweile täglich hält Obmann Rupert Bittmann oder einer seiner Kollegen vom Fischereiverein Haslau-Maria Ellend, Bezirk Bruck an der Leitha (Niederösterreich), Nachschau bei den Donau-Altarmen.

„Wir müssen zusehen, wie der Großteil der aquatischen Biozönose wie Fische, Muscheln, Insekten oder Bachflusskrebse zugrunde geht“, so Vereinsobmann Rupert Bittmann betroffen. In einem offenen Brief weist er unter anderem die Gemeinde, die Bezirkshauptmannschaft, die Österreichischen Bundesforste oder viadonau auf die dramatische Lage hin und fordert sofortige Notmaßnahmen. „Die Bezirkshauptmannschaft kann uns keine Bewilligung zur Einleitung von Donauwasser geben. Wir können aber ein Projekt einreichen und um Erteilung einer wasserrechtlichen Bewilligung ansuchen. Das hilft uns akut nichts“, sagt Bittmann.

Nur mehr wenige Gumpen mit Wasser
Die Altarme sind bis auf wenige Gumpen völlig ausgetrocknet, das Wasser darin erhitzt sich von Tag zu Tag mehr. Ein Abfischen und Umsiedeln sei ebenfalls nicht möglich: „Wir kommen nicht hin, da wir bis zur Hüfte im Schlamm versinken würden. Außerdem sind die Fische so schwer, da bräuchten wir einen Bagger“, gibt Rupert Bittmann Einblick in die Situation. Die Bagger würde man auch für eine temporäre Vertiefung der Gumpen benötigen. Ohne Genehmigung für den Fischereiverein im Alleingang aber nicht möglich.

Fischereiverein-Obmann Rupert Bittmann setzt sich auch mit Thomas Friedrich, Universität für ...
Fischereiverein-Obmann Rupert Bittmann setzt sich auch mit Thomas Friedrich, Universität für Bodenkultur Institut für Hydrobiologie und Gewässermanagement, für die Rettung der Auenlandschaft ein.(Bild: Rupert Bittmann)

Notfallplan und langfristige Maßnahmen zur Rettung
In engem Austausch ist Rupert Bittmann mit anderen Vereinen entlang der Donau, mit viadonau und den Nationalpark Donauauen. Er wünscht sich neben dem Notfallplan weitere mittel- und langfristige Maßnahmen.

Passiert dies nicht, dann steht für ihn fest: „Die Auenlandschaft wird bald keine mehr sein. Dadurch würde es zu einer Veränderung der Standorte kommen und unsere Region würde ihren Charakter verlieren.“ Er wünscht sich, gemeinsame Lösungswege zu finden. Bis dahin hofft Rupert Bittmann auf Regen ...

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