Nahezu eine Viertelmillion österreichische Haushalte und Unternehmen (genau sind es 234.982) sind im heurigen ersten Halbjahr zu einem neuen Strom- oder Gaslieferanten gewechselt. Das ist ein Rekord bei den Wechselzahlen und noch einmal mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, als diese Zahl genau bei 210.761 lag.
Im Detail suchten sich 187.256 Kunden einen neuen Stromlieferanten (davon 152.459 Haushalte), einen neuen Gaslieferanten wählten 47.726 (davon 42.387 Haushalte). Die Wechselrate im ersten Halbjahr betrug somit bei Strom 2,9 Prozent und bei Gas 4,1 Prozent, heißt es von der E-Control.
Geopolitische Spannungen führen zu Unsicherheiten, wie es mit den Preisen weitergeht.
Michael Strebl, Vorstand E-Control
„Dass es bei den Wechselzahlen einen neuen Rekord gegeben hat, zeigt, dass sich die Konsumenten vermehrt mit ihren Strom- oder Gastarifen auseinandersetzen“, betont Michael Strebl, Vorstand der E-Control. Geopolitische Spannungen würden zu Unsicherheiten führen, wie es mit den Preisen weitergeht. „Viele Konsumenten wollen sich noch vor der nächsten Heizsaison möglichst günstige Strom- und Gastarife sichern.“
Tiroler nicht sonderlich wechselfreudig
Besonders wechselfreudig sind die Niederösterreicher. Weiter wenig aktiv beim Lieferantenwechsel ist der Westen, speziell Tirol. Sowohl beim Strom mit 0,8 Prozent (4231 Kunden) als auch beim Gas mit 1,7 Prozent (942) war es die bundesweit niedrigste Wechselzahl.
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