Mo, 20. August 2018

BND warnt:

26.10.2014 08:58

IS-Miliz kann Passagierjets abschießen

Während am Samstag Erfolge im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat aus dem Irak und Syrien vermeldet wurden, bereitet eine neue Warnung des deutschen Bundesnachrichtendienstes neue Sorgen. Wie bild.de berichtet, verfügt der IS im Nordirak bereits über hochmoderne Luftabwehrwaffen. Damit seien die Dschihadisten sogar in der Lage, Passagierflugzeuge abzuschießen.

Dem Bericht zufolge handelt es sich bei den genannten Waffen um sogenannte Manpads, d.h. um tragbare Raketenwerfer, die leicht handzuhaben sind. Es soll sich um Waffen russischer Bauart handeln, könnten aber auch in Bulgarien oder China hergestellt worden sein. Sowohl ältere Modelle aus den 1970er-Jahren als auch modernere sollen sich im Besitz der gewaltbereiten Salafisten befinden.

Wegen der leichten Handhabung benötigen die Kämpfer keine intensive Schulung, um rasch geübte Schützen zu werden. Besonders für startende und landende Flugzeuge bedeuten Manpads eine große Gefahr. Nach wie vor fliegen zahlreiche Fluggesellschaften - darunter auch die AUA - den Nordirak an.

IS aus strategisch wichtiger Stadt im Irak vertrieben
Am Samstag vermeldete die irakische Armee, dass der Islamische Staat aus einer weiteren strategischen Stadt in der Nähe von Mossul vertrieben worden sei. Unterstützt durch Luftschläge der internationalen Koalition haben Kurden auch in Syrien im Kampf gegen die Terrormiliz nach eigenen Angaben Boden gutgemacht. In Syrien übernahmen die Volksschutzeinheiten nach Angaben eines kurdischen Aktivisten einen wichtigen Hügel am Rande der Kurdenenklave Kobane nahe der türkischen Grenze.

Weiter offen blieb, wann die angekündigten 200 irakisch-kurdischen Peschmerga-Kämpfer zur Verstärkung der syrisch-kurdischen Volksschutzeinheiten nach Kobane gelangen. Das Peschmerga-Ministerium der Autonomieregion Kurdistan in Erbil dementierte auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa einen Bericht des Nachrichtenportals "Rudaw", wonach sich 150 Soldaten bereits an diesem Sonntag auf den Weg in die Stadt machen wollen. Der Bericht sei falsch.

Freie Syrische Armee unterstützt Kurden in Kobane
Die Bewegung der Streitkräfte werde unter strengster Geheimhaltung erfolgen, da es sich hierbei um eine militärische Angelegenheit handle. Die Peschmerga sollen über türkisches Territorium nach Kobane gelangen. Die Erlaubnis hat die türkische Führung in Ankara bereits erteilt. Auch etwa 1.300 Kämpfer der Rebellengruppe "Freie Syrische Armee" (FSA) wollen sich den Kurden in Kobane anschließen. Am Freitag gaben die oppositionellen FSA-Kämpfer aus der Provinz Aleppo die Entscheidung zur Entsendung von Einheiten bekannt.

Die Terrororganisation Islamischer Staat kontrolliert seit Juni große Gebiete in Syrien und im Irak. Im August begannen im Irak die internationalen Angriffe gegen die Dschihadisten, seit Ende September fliegt die Koalition auch Kampfeinsätze in Syrien.

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