Noch liegt das Wasser massenhaft als Schnee gespeichert auf den Bergen und es herrscht „Stufe 3“ auf der fünfteiligen Lawinenwarnskala. „Es kommt alles darauf an, wie schnell es taut“, sagt Reinhold Enzenebner vom hydrologischen Dienst des Landes Oberösterreich zu einer drohenden Flutgefahr bei Plusgraden. Im März des Vorjahres hatte es binnen zwei Tagen von minus 15 Grad auf plus 15 Grad geschwenkt und 20 Zentimeter Schnee weggetaut: Hochwasser! „Eisstöße und kleinräumige Überflutungen kann es jetzt aber überall geben“, sagt Enzenebner.
Viel gefährlicher ist derzeit das Haxenbrechereis: leichtes Tauwetter, dann Kälte und vielleicht noch drübergezuckerter Schnee. „Wir sollten mit dem Ambulanzdienst fertig sein, aber es warten noch 20 Patienten“, sagte etwa Primar Kurt Springer vom Kirchdorfer Spital am Mittwoch Mittag. Durch Stürze am Eis gibt´s auch im UKH Linz dreimal mehr Arbeit im Gipszimmer: 70 Patienten am Vormittag. 15 davon waren so schwer verletzt, dass sie vom Roten Kreuz eingeliefert werden mussten. Vor allem Hand- und Sprunggelenke waren gebrochen.
In den nächsten Tagen verschärft sich die Situation. „Wir erwarten Schnee bis ins Tal“, liest Alexander Ohms von der Zentralanstalt für Meteorologie die Wetterkarte. Damit wird auch in Linz, wo es schon aper war, das Eis „getarnt“.
Foto: Horst Einöder
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