Freizeitunfälle am Berg können saftige Rechnungen nach sich ziehen. Wie viel ein Helikopter-Einsatz kostet, in welchen Fällen Vorsicht geboten ist und wie man sich vor der Kostenlawine schützt.
Wer unvorbereitet am Berg in eine Notlage gerät, riskiert eine saftige Rechnung: „Ein Notarzthubschraubereinsatz kostet durchschnittlich 5500 Euro, bei komplexen Einsätzen, etwa im Gebirge, kann es auch zu deutlich höheren Kosten kommen. Die Abrechnung erfolgt minutengenau nach Flugzeit“, sagt Marco Trefanitz, Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung.
Grundsätzlich gilt: Zu Verletzten rückt meist der ÖAMTC aus, unverletzte oder auch verunglückte Bergsteiger rettet der Polizeihubschrauber. Wolfgang Murer von der Alpinpolizei erklärt: „Unsere Einsätze werden nur bei grober Fahrlässigkeit verrechnet. Zum Beispiel, wenn man trotz Gewitterwarnung am Abend mit Kindern auf den Berg geht.“ Anders ist es beim ÖAMTC – und auch bei Einsätzen der Bergrettung am Boden. Hier springt die Sozialversicherung im Normalfall nicht ein, hohe Kosten sind die Folge.
„Mehr als 90 Prozent aller Patienten versichert“
Wer schlau ist, sorgt also vor. Schutz bieten unter anderem Mitgliedschaften im Alpenverein, bei den Naturfreunden oder der Bergrettung, genauso wie ein Schutzbrief. Allerdings: „Das Kostenrisiko ist überschaubar, denn mehr als 90 Prozent aller Patienten sind versichert. Viele wissen gar nicht, dass sie bereits geschützt sind“, erklärt Trefanitz.
Auch manche Kreditkarten beinhalten Versicherungen. Trefanitz: „Bei Kreditkarten sollte in den Geschäftsbedingungen genau geprüft werden, unter welchen Voraussetzungen und in welcher Höhe Bergungskosten übernommen werden.“
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