Eine schwache Baukonjunktur und Rückhaltung beim Konsum prägten das Geschäftsjahr der Egger Gruppe. Der Blick in die nähere Zukunft ist verhalten optimistisch.
Zur Jahrespressekonferenz lud am Donnerstag die Egger Gruppe mit Stammsitz in St. Johann ein. Das Geschäftsjahr 2025/2026 sei von einer schwachen Baukonjunktur, Konsumzurückhaltung und geopolitischen Unsicherheiten geprägt gewesen, betont die Konzernleitung. „Nach ersten positiven Anzeichen in einigen Märkten wurde die Hoffnung auf gesamtwirtschaftliche Stabilisierung durch die geopolitischen Spannungen im heurigen Frühjahr wieder deutlich abgeschwächt“, verdeutlicht Thomas Leissing, Sprecher der Gruppenleitung.
In dem von Unsicherheit und hoher Dynamik geprägten Umfeld habe man letztlich eine „stabile Entwicklung“ erzielen können. Der gruppenweite Umsatz belief sich schlussendlich auf rund 4,3 Milliarden Euro, was einem Plus von 3,4 Prozent entspricht.
Wir stärken die Grundlagen mit effizienten Prozessen, mehr Holz aus der Kreislaufwirtschaft und gezielten Investitionen.
Hannes Mitterweissacher, Gruppenleiter Technik/Produktion
Auch Investitionen getätigt
Das sogenannte Ebitda – also das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen – landete unterdessen bei 541,8 Millionen Euro und liegt somit um 0,1 Prozent höher als im vorherigen Geschäftsjahr. Trotz der wirtschaftlich angespannten Lage wurde an der langfristigen Investitionsstrategie festgehalten. Insgesamt nahm die Egger Gruppe 450,1 Millionen Euro in die Hand. Geflossen ist das Geld in die Weiterentwicklung der industriellen Basis, Veredelungskapazitäten, Automatisierung, zukunftsorientierte Energieversorgung und Kreislaufwirtschaft.
Gute Verfügbarkeit und Lösungen, die echten Mehrwert schaffen, bilden in schwierigen Märkten den entscheidenden Unterschied.
Michael Egger jun., Gruppenleiter Vertrieb/Marketing
Neues Kraftwerk in Tirol einer der Meilensteine
Auch auf einen Meilenstein am Standort in St. Johann blickt die Egger Gruppe zurück. Im Mai erzeugte ein neues Kraftwerk erstmals Strom und wird künftig einen wesentlichen Beitrag zur erneuerbaren Energieversorgung des Standorts sowie zur regionalen Fernwärmeversorgung leisten.
Und wie sieht der Blick in die Zukunft aus? „Die Rahmenbedingungen bleiben herausfordernd und die Unsicherheit in den Märkten hoch. Wir bleiben realistisch und wissen, dass wir gut aufgestellt sind“, zeigt sich Leissing zuversichtlich.
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