Mo, 20. August 2018

26 Festnahmen

18.10.2014 10:29

Neue Zwischenfälle bei Protesten in Hongkong

Bei den seit Wochen anhaltenden Demonstrationen für mehr Demokratie in Hongkong ist es in der Nacht auf Samstag zu neuen Zwischenfällen gekommen. Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Polizisten und Aktivisten wurden nach Angaben der Polizei 26 Menschen festgenommen. Allein 15 Beamte seien verletzt worden, hieß es am Samstag.

Samstag früh zog sich die Polizei teilweise zurück, was von den Demonstranten mit Freudenrufen quittiert wurde. Die Auseinandersetzung spielte sich auf einer viel befahrenen Straße im dicht bevölkerten Stadtteil Mong Kok ab. Dort hatten mit Bolzenschneidern und Sägen ausgerüstete Polizisten am Freitag ein Protestlager aufgelöst. Nachdem sie es am Samstag zurückeroberten, errichteten die Demonstranten neue Barrikaden. An der Aktion nahmen nach Angaben der Polizei rund 9.000 Menschen teil.

Pfefferspray und Schlagstöcke gegen Regenschirme
Die Ordnungskräfte versuchten in der Nacht mit Pfefferspray und Schlagstöcken, die Wiedereinnahme des Platzes durch die Demokratiebewegung zu verhindern. Die Demonstranten setzten sich mit Regenschirmen, dem Symbol der Demokratiebewegung, gegen die Polizei zur Wehr.

Die Demonstranten fordern mehr Demokratie in der chinesischen Sonderverwaltungsregion. Die kommunistische Führung in Peking will zwar 2017 erstmals direkte Wahlen zulassen, verweigert aber eine freie Nominierung der Kandidaten. Seit der Rückgabe der ehemaligen britischen Kronkolonie 1997 an China wird Hongkong unter chinesischer Souveränität als eigenes Territorium autonom regiert.

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