Ursula Leitner hält bis heute ihren Lehrer Hans Bachl hoch, der in Linz dem legendären „Bachl-Chor“ und der Singschule den Weg ebnete. Leitner (51) aber machte in ihrer Karriere Umwege: „Ich unterrichtete einige Jahre an der Deutschen Schule in Moskau und habe dort natürlich auch Chöre ins Leben gerufen.“ Erst seit zehn Jahren lebt Leitner in Kefermarkt. Aus einer Karenzvertretung wurde die Berufung zur Leiterin des Singschulchores.
„Im Chor sind momentan 23 Mädchen und ein Bub. Unser Repertoire umfasst klassische Musik, Volksmusik und Kulthits. Darum setzen wir auf Stimmbildung und Qualität.“ Warum so wenige Buben? „Vor allem der Computer macht dem Singen Konkurrenz. Viele glauben auch, Singen sei Mädchensache.“ Leitner weiß aber von ihren Jugendlichen, dass sie die Teamarbeit im Chor sehr schätzen und an Erfolgen wachsen.
„Wir eröffneten vor zwei Jahren den Wiener Ball in Moskau mit der Tritsch-Tratsch-Polka von Johann Strauß.“ Auftritte beim Bundesjugendsingen folgten und im Vorjahr holte man sich eine Auszeichnung beim Landesjugendsingen. Die CD – „eine Reise von Schubert bis zu Paul Simon und John Denver“ - kostet 13 Euro und wird in der Musikschule Linz verkauft.
Wie kommt man zum Singschulchor? „Mit sechs Jahren können Kinder in die Singschule eintreten und später in den Auswahlchor übertreten“, sagt Leitner. Auch Jugendliche, die Singen lernen wollen, können einsteigen. Aufnahmeprüfung gibt es keine.
Infos: 0 732/70 70 1802
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