Suche nach Pächter

Auf Esplanade ist ein Haubenlokal nicht erwünscht

Oberösterreich
23.07.2026 10:00

Nach Ablauf der Bewerbungsfrist bleiben in Gmunden viele offene Fragen zur Zukunft der Konditorei Baumgartner. Der Stadtsenat hält die Zahl der Bewerber für die Pacht der Gastrofläche auf der Esplanade noch geheim. Aus Rathaus-Kreisen ist zu hören, dass es eine Handvoll Interessenten gibt. Nicht alle erfüllen die Kriterien. 

Sieben Wochen nach dem Ende der Bewerbungsfrist befasste sich der Stadtsenat mit der Vergabe der Pacht für die Konditorei Baumgartner auf der Esplanade. Wie berichtet, läuft der 1972 unterzeichnete Vertrag zwischen Stadt als Grundstückseigentümer und der Familie Baumgartner als Gebäudeeigentümer im Oktober des kommenden Jahres aus.

Das Gebäude ist in die Jahre gekommen.
Das Gebäude ist in die Jahre gekommen.(Bild: Wolfgang Spitzbart)

Vor mehr als zwei Monaten startete das Ausschreibeverfahren, am 3. Juni endete die Bewerbungsfrist. Wie viele Interessenten sich gemeldet haben und ob die Familie Baumgartner dabei ist, war nicht zu erfahren. Die Stadtregierung vereinbarte ein Stillschweigen. Rathaus-Insider sprechen von einer Handvoll Bewerber, wobei lediglich der Vorschlag der Familie Baumgartner allen Vorgaben entsprechen soll. Den restlichen vier Bewerbern soll aber eine Möglichkeit zur Nachbesserung eingeräumt worden sein.

Die Konditorie liegt direkt an der beliebten Flanier-Meile.
Die Konditorie liegt direkt an der beliebten Flanier-Meile.(Bild: Wolfgang Spitzbart)

Im August kündigt die Stadt eine ausführliche Stellungnahme an. „Es ist eine Jahrhundertchance für die Stadt in einer sehr exponierten Lage“, teilte VP-Bürgermeister Stefan Krapf der „Krone“ mit. Sein Standpunkt sei klar: „Sowohl das Gastro-Konzept als auch die Architektur sind entscheidend für die Vergabe. Es soll aber kein Haubenlokal werden, bei dem man bereits vier bis fünf Monate vorher reservieren muss, damit man überhaupt einen Tisch bekommt. Sondern es soll ein Lokal mit hochwertiger Kulinarik, wo man ganz spontan, einkehren kann, sein.“

Dass die Stadt die Familie Baumgartner vor den Kopf gestoßen haben soll, stimme laut Krapf überhaupt nicht: „Die rechtliche Situation ist so, dass ein Vergabeverfahren – eine Ausschreibung – durchzuführen ist. Ohne Wenn und Aber. Alles andere ist juristisch schlicht und einfach unmöglich.“ 

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