Krisenversorgung beginnt bei jedem Einzelnen. Das, galt 1961 bei der Gründung des NÖ Zivilschutzverbandes und ist auch heute 65 Jahre später noch so. Die Bedrohungen waren andere: War es damals der Kalte Krieg sind es heute Wetterextreme durch den Klimawandel oder Blackout.
Christoph Kainz, Präsident vom NÖ Zivilschutzverband, weiß: „Sicherheit steht auf der Prioritätenliste der Menschen ganz oben. Sicherheit passiert nicht automatisch, dafür braucht man geeignete Strukturen.“ Und diese bietet der Verband aktuell mit einer Landesgeschäftsstelle in Tulln (im „Feuerwehr- und Sicherheitszentrum“) und fünf Außenstellen im Land. Unter der Leitung von Präsident Christoph Kainz, ÖVP-Landtagsabgeordneter und Bürgermeister von Pfaffstätten (Bezirk Baden) engagieren sich elf hauptamtliche Mitarbeiter und rund 4.000 ehrenamtliche Kräfte (darunter ca. 1.500 Zivilschutz-Beauftragte in allen 573 Gemeinden).
Mit Schulungen zur Eigenverantwortung
Aufklärung, Schulungen und praktische Übungen stärken die Eigenverantwortung im Krisenfall. Die jährliche Safety Tour für Volksschulen etwa schult hunderte Kinder in Selbsthilfe und Notfallwissen. Eine „Kindersicherheits-Olympiade“ erreicht jährlich Tausende Schüler mit spielerischer Unfall- und Katastrophenschutz-Aufklärung. Die Initiative „Füreinander Niederösterreich“ (professionelle Nachbarschaftshilfe) und das Zertifizierungsprogramm „Krisensichere Gemeinde“ (Katastrophenschutzvorbereitung auf Gemeindeebene) sind ebenfalls jüngere Erfolgsprojekte.
Freiwillige werden laufend gesucht
Viele engagierte Zivilschützer gehören bereits der älteren Generation an, wie es beim Zivilschutzverband heißt. Nun gilt es, weitere Frewillige zu finden. Alle Infos, wie man mitmachen kann, gibt’s direkt beim Verband. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner unterstreicht: „Wenn wir von der Sicherheit unserer Bevölkerung reden, führt kein Weg am NÖ Zivilschutzverband vorbei.“
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