In Deutschlandsberg

Vandalen zerstörten Heiligenstatuen vor Kirche

Steiermark
16.07.2026 11:40

In der Nacht auf Donnerstag haben unbekannte Täter die Kreuzigungsgruppe vor der Stadtpfarrkirche in Deutschlandsberg mutwillig zerstört. Pfarrer István Holló rief die Polizei – diese sucht nun nach Zeugen der Tat.

Wer macht denn sowas? Als Pfarrer István Holló am Donnerstagfrüh eine Runde um „seine“ Stadtpfarrkriche in Deutschlandsberg machte, war er erschüttert: „Die Kreuzigungsgruppe wurde mutwillig zerstört!“ Sofort rief er die Polizei, die nun wegen schwerer Sachbeschädigung ermittelt.

Was weiß man bis jetzt? „Passanten haben mir berichtet, dass sie um 20 Uhr vorbeigegangen sind und die Statuen noch standen“, erzählt Pfarrer Holló. Danach gab es zwar auch in Deutschlandsberg ein Unwetter mit heftigen Böen, aber von einem Sturmschaden geht er trotzdem nicht aus.

„Nur die Statue der halbknienden Maria Magdalena ist freistehend und könnte vom Wind gekippt worden sein. Die zwei stehenden Statuen von Maria und Johannes waren in der Wand verankert, das muss jemand mutwillig herausgerissen haben“, sagt der Pfarrer. Außerdem: Der darüber hängende Jesus ist ja unbeschädigt. „Wäre der Sturm schuld gewesen, dann müsste ja auch diese Statue am Boden liegen.“

Und bei den Statuen handelt es sich um historisch durchaus wertvolle Objekte. „Das sind barocke Statuen, entstanden zwischen 1780 und 1800. Sie wurden 2013 aufwendig saniert“, erzählt der Pfarrer. Jetzt müssen Restauratoren erst einmal den Schaden der beschädigten Werke begutachten.

Haben Sie etwas gesehen? Sachdienliche Hinweise bitte an die Polizeiinspektion Deutschlandsberg: Tel. 059 133/6100.

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