Ein mutiges Konzept in Krumbach in der Buckligen Welt zeigt bereits Erfolg: Weil sich die Gemeinde die Personalkosten nicht leisten konnte, ist der Badespaß im örtlichen Freibad seit heuer kostenlos. Andere Gemeinden erkundigen sich bereits beim Bürgermeister darüber.
Weil sich für das Freibad in Krumbach, Bezirk Wiener Neustadt, kein Bademeister finden ließ und die Personalkosten immer höher wurden, entschied sich die Gemeinde heuer zu einem ungewöhnlichen Schritt: Anstatt Eintritt zu verlangen, setzt man auf Freiwillige und Gemeindemitarbeiter, die mithelfen.
Und auch Bürgermeister Christian Stacherl packt selbst mit an und hat bereits rund 75 Stunden im Freibad verbracht – hinter dem Buffet, beim Müllentsorgen oder beim Auf- und Zusperren der Anlage.
Alle Mitarbeiter sind für den Ernstfall geschult
„Es läuft super“, freut sich der Ortschef. Nach einem wenig erfolgreichen Versuch mit einem AMS-Projekt – es folgten bald Krankenstandmeldungen, so der Bürgermeister – halten nun Praktikanten, Gemeindebedienstete, Gemeinderäte und ehrenamtliche Helfer den Betrieb am Laufen. „Alle wurden vor Saisonbeginn in Erster Hilfe geschult und wissen, was im Ernstfall zu tun ist“, erklärt der Bürgermeister.
Und was besonders erfreulich ist: „Es gibt mehr Gäste als früher“. Das kostenlose Angebot lockt Besucher an, während das Buffet mit Pommes, Pizza, Flammkuchen, Eis und kühlen Getränken für zusätzliche Einnahmen sorgt.
Konzept vielleicht bald auch in anderen Orten
Der Erfolg spricht sich herum: Mehrere Gemeinden haben sich schon nach dem Krumbacher Modell erkundigt. Was aus der Not geboren wurde, könnte damit zum Vorbild für andere Freibäder werden.
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