Das war die WM-Nacht

Argentinien und Schweiz gewinnen verrückte Krimis

Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Mit einer dramatischen Wende hat Titelverteidiger Argentinien im Achtelfinale der Fußball-WM das Aus abgewendet. Gegen Ägypten nach fast 80 Minuten noch 0:2 in Rückstand liegend, drehten Lionel Messi und Co. die Partie in Atlanta innerhalb einer Viertelstunde und setzten sich noch in der regulären Spielzeit mit 3:2 (0:1) durch. Nächster Gegner ist am Sonntag (3 Uhr MESZ) die Schweiz, die Kolumbien in einer mauen Partie nach torlosen 120 Minuten im Elferschießen 4:3 schlug.

Beherzt verteidigende Ägypter steuerten in Atlanta durch ein frühes Tor von Yasser Ibrahim (15.) und einen Konter-Treffer von Mostafa Zico (67.) schon der Sensation entgegen, ehe Cristian Romero (79.), Messi mit seinem achten Tor dieser WM (83.) und Enzo Fernandez (92.) die Wende perfekt machten. Schon vier Tage zuvor hatte die Albiceleste gegen Kap Verde leiden müssen und war erst in der Verlängerung weitergekommen.

Dramatik bot die zweite, taktisch geprägte, wenig attraktive Partie in Vancouver erst am Schluss. Im Elfmeterschießen hämmerte Kolumbiens Innenverteidiger Davinson Sanchez seinen Penalty an die Latte, der Schweizer Keeper Gregor Kobel hielt den Versuch von Cucho Hernandez. Für die Schweizer hatte nur Manuel Akanji vergeben. Der in der Nachspielzeit eingewechselte Ruben Vargas verwandelte den entscheidenden Elfmeter. Erstmals bei einer WM hat die Schweiz zwei K.o.-Spiele gewonnen und steht nun zum vierten Mal nach 1934, 1938 und 1954 in der Runde der letzten acht.

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