Landesumweltanwalt:

„Gibt klares Bekenntnis zum Energiemix in Tirol“

Tirol
08.07.2026 07:00

Tirols stellvertretender Landesumweltanwalt reagiert auf den „Krone“-Bericht über PV-Anlagen und spricht sich für eine rasche Deklaration von Beschleunigungsgebieten aus. Zum Energiemix gebe es ein „klares Bekenntnis“, wobei die Windkraft eher skeptisch betrachtet wird.

Rund 575 Haushalte könnten durch zwei neue Photovoltaikanlagen auf den Dächern bei der Olympiaworld in Innsbruck ein Jahr lang mit sauberem Strom beliefert werden. Die „Tiroler Krone“ berichtete kürzlich ausführlich über das im Jahr 2023 gestartete Projekt. Auf den Bericht reagiert jetzt auch Walter Tschon, der stellvertretende Landesumweltanwalt hierzulande.

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So wie das Burgenland nie ein Wasserkraftland sein wird, so kann auch in Tirol niemals die Energieerzeugung aus Windkraft eine wesentliche Rolle einnehmen.

Walter Tschon

Begutachtungsverfahren über Verordnung läuft
Er weist darauf hin, dass derzeit ein Begutachtungsverfahren über eine Verordnung läuft, mit der Beschleunigungsgebiete für Photovoltaikanlagen ausgewiesen werden sollen. Die Frist für die Begutachtung endet mit dem 23. Juli.

Ziel der Abteilung Raumordnung und Statistik im Landhaus ist es, „Bereiche zu erheben, in denen die Errichtung von PV-Anlagen keine erheblichen Auswirkungen auf die Umwelt nach sich zieht“. Seitens der Landesumweltanwaltschaft wurde auch eine Stellungnahme dazu abgegeben.

„Erlassung macht speziell in Tirol Sinn“
Tschon meint gegenüber der „Krone“, dass „wir in der aktuellen Energiediskussion die Ansicht vertreten, dass die Erzeugung aus erneuerbaren Energieträgern wie Solarthermie, Windkraft, Wärmepumpen, Biomasse/Biogas, Kraft-Wärme-Kopplung, Wasserkraft und selbstverständlich auch aus Photovoltaikanlagen im Rahmen der Erlassung von Beschleunigungsgebieten möglich sein muss und auch speziell in Tirol Sinn macht“.

Es gebe ein klares Bekenntnis zum notwendigen Energiemix und zur Photovoltaik.

„Windkraft wird nie eine wesentliche Rolle haben“
Speziell die Energieerzeugung aus PV-Anlagen im Rahmen der Beschleunigungsgebiete sollte rasch in die Umsetzungsphase kommen, ist Tschon überzeugt. Wobei der stellvertretende Landesumweltanwalt abschließend Windkraftanlagen mit Skepsis betrachtet, da sie im Gebirge eine besondere Herausforderung darstellen würden. „So wie das Burgenland nie ein Wasserkraftland sein wird, so kann auch in Tirol niemals die Energieerzeugung aus Windkraft eine wesentliche Rolle einnehmen.“

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