Johannes Lamparter:

„Ein Traum ist zerbrochen, ich fühle mich leer“

Ski Nordisch
08.07.2026 07:03
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Das IOC strich die Nordische Kombination fix aus dem Olympia-Programm. Ärger und Sorge sind bei den Athleten und Trainern groß …

bekannt gab, wird die Nordische Kombination fix aus dem Programm gestrichen. Die Traditionssportart war seit der Winterspiel-Premiere 1924 in Chamonix fix dabei. Allerdings war die „Königsdisziplin“ des Wintersports, in der Österreich 19 Olympiamedaillen (drei in Gold) holte, schon lange angezählt. Laut Studien habe sich die Kombination beim Publikum zur unbeliebtesten Sportart entwickelt

„Das ist eine Hiobsbotschaft für den österreichischen Wintersport“, reagierte ÖSV-Sportdirektor Mario Stecher bestürzt. „Kaum eine andere Disziplin steht so sehr für Tradition und eine österreichische Erfolgsgeschichte. Wir sind zutiefst enttäuscht, dass die sichtbare Weiterentwicklung dieser Sportart nicht ausreichend berücksichtigt wurde.“ Vielmehr fürchtet Stecher weitreichende Auswirkungen. „Auch das Skispringen ist unmittelbar betroffen, denn ohne olympische Perspektive wird es mittelfristig schwieriger, Schanzenanlagen zu erhalten. Am schwersten wiegt jedoch eines: Vielen Talenten wird mit einem Schlag eine Zukunftsperspektive genommen.“ Stecher kündigte – gemeinsam mit der FIS – an, weiter zu kämpfen. „Wir werden alles tun, die Kombination stark zu halten und Wege zu finden, dieser einzigartigen Sportart eine attraktive Bühne und eine stabile Zukunft zu sichern.“

ÖSV-Sportdirektor Mario Stecher
ÖSV-Sportdirektor Mario Stecher(Bild: ServusTV / Neumayr / Christian Leopold)

Zittern um Förderungen
Johannes Lamparter, mit drei Bronzenen in Mailand/Cortina Österreichs letzter Olympia-Held, war am Boden. „Ein Traum ist gerade zerbrochen, ich fühle mich innerlich leer.“ Kombi-Cheftrainer Christoph Bieler: „Man muss auch schauen, wie es jetzt mit Fördergeldern, vor allem international, weitergeht. In vielen Ländern dreht sich ja alles um Olympia!“ Auf diese Bühne dürfen sich nun andere Athleten freuen: Nämlich jene im Freeride und Synchron-Eiskunstlauf. Aufatmen gab’s im Snowboard-Lager: Der Riesenslalom bleibt im Programm.

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